Sonntag, 10. April 2011

AutoWrite 40 - Unter Wasser die Sonne

Unter Wasser die Sonne (ald)
(Zur Vergrößerung Bild klicken!)

Ein kleines Jubiläum: Das vierzigste AutoWrite, das ich im Rahmen des AutoWrite-Projektes angefertigt habe.
Als Soundtrack empfehle ich den Titel Oh, Sea! Take me Home!

Donnerstag, 7. April 2011

Freak Guitar im KIG - Guitar Clinic mit Mattias "IA" Eklundh

Mattias IA Eklundh beim
Two-Handed Chord Tapping im KIG
 
Die Kulturinitiative Giessen e.V. (KIG) konnte den schwedischen Gitarristen Mattias IA Eklundh kurzfristig von der Musikmesse Frankfurt 2011 nach Gießen einladen, um eine sogenannte Guitar Clinic durchzuführen. Vor zwei Jahren war er schon einmal im KIG, führte seine besondere Spielweise vor, erklärte Spieltechniken, zeigte Übungen für das Spiel mit Harmonics und klatschte mit den Anwesenden in krummen Taktarten und erklärte Polythythmiken. All das mit meisterlicher Gelassenheit bei Freundlichkeit und mit Humor. Im vergangenen Jahr spielte er mit seiner Band Freak Kitchen das einzige Deutschlandkonzert in Gießen, das ebenfalls vom KIG initiiert worden war.

Aufbruch
Dank Olli von Spreading Miasma hatte ich von dem kurzfristig geplanten Event Kunde erhalten und entschied mich, zum KIG zu reisen. Das gute Wetter war für den Ausflug wie bestellt. Sonnenbrille auf, Stoffbeutel mit Apfelsaftschorle und nem Apfel als Reiseproviant mitgenommen und ab in den Bus.

Am Berliner Platz ein kurzer Aufenthalt in der Sonne unter'm Dino vor der Kongresshalle. Dann in den nächsten Bus in Richtung Europaviertel zum KIG.

Im Bus bemerke ich dann, dass mir der Reiseproviant abhanden gekommen ist. Das wäre der zweite Stoffbeutel, den ich innerhalb kurzer Zeit irgendwo verloren hab. Mist.
So, was, dachte ich? Ich dachte: "Dinge werden doch mal eine Weile irgendwo liegen bleiben können, ohne dass sie mitgenommen werden oder sich in Luft auflösen." Das ist wie in einem Computerrollenspiel, in dem man seine Ausrüstungsgegenstände, Klamotten, Brötchen usw. auch irgendwo liegen lassen und später wieder abholen kann, ohne dass fiese Monsterchen das Zeug in ihren Höhlen verbuddeln. Wenn das in einem Computerspiel geht, dann sollte es in dieser hochauflösenden Wirklichkeit doch auch funktionieren, oder?

Also, keine Panik und mit Vorfreude ab zum KIG.

Ankunft
"Hi, I'm Mattias IA Eklundh. I make strange music!"

Dort angekommen schaute ich mich etwas um, genoss die Abendsonne und betrat dann das KIG-Gebäude. Der alte Schwede saß an der Bühnenkante und plauderte mit den ersten Besuchern. Dann begrüßte er mich, wie auch jeden anderen, der den Raum betrat und bat mir einen Platz ein. Die erste Reihe blieb unbesetzt - wie in der Kirche.

Bevor es offiziell losging, unterhielt er sich mit uns, erklärte seine neue Apple Horn-Gitarre mit True Temperament Bundierung, seine einzigen beiden Effekte: ein Volumenpedal und ein Wah Wah und zeigte den Kindern in der zweiten Reihe wie man auf der E-Gitarre eine Autohupe und einen Elefanten nachmacht. Als ein Besucherhund herangeschnüffelt kommt, erzählt er von seinem riesigen Schäferhundwelpen, der mit seiner Nase immer in den Verstärker stupst, wenn er Gitarre spielt und mit Harmonics herumquiekst.

Nachdem der Veranstalter das Okay gegeben hatte, betrat Mattias Eklundh die kleine Bühne und begrüßte seine kleine Schar Gäste herzlich. Dann lud er zur Fragerunde ein. Jeder der eine Frage zu Spieltechnik, Stücken, Musik, Gitarren usw. hatte, erhielt Antwort. Dazu spielte er Stücke zur Demonstration und Unterhaltung (z.B. La Bamba) und erzählte Anekdoten aus seinem Musikerleben.

Regel Nummer Eins: "Do your own thing."
Zum Beispiel wie er mit 16 Jahren von der Schule ging und Musiker wurde. Und wie er dann regelmäßig in der Bibliothek saß und Musik studierte und Geschichte und Politik und allerlei anderes Wissenswertes, das sich über die Jahre in seinen kritischen Texten niederschlagen sollte. Dann empfahl er den anwesenden Kindern, Schülern und Studenten, die Schule auf keinen Fall abzubrechen, aber darauf zu achten, dass die Lehrer nicht ihrer Bildung im Wege stehen. Education is important, and school sucks. Oder so ähnlich.

Regel Nummer Zwei: "Grow your own moustache."
Außerdem dürfe man seine eigene Musik machen und neugierig durch die Welt wandern und von anderen lernen. Er erzählte von seinen Indienreisen und wie er dort mit Kindern auf der Straße spielte und sich selbst wie ein Trottel vorkam, wenn sie lässig ihre für Europäer ungewöhnlichen Taktarten und Rhythmen spielten. In dem, was man macht, soll man zu sich selbst finden und seinen eigenen Schnurrbart wachsen lassen.

Keep the Beat!
Nach der Indien-Anekdote war es Zeit, eine Einführung in krumme Taktarten zu geben und ein paar rhythmische Besonderheiten zu erklären. Ein musikalisches Mitmachspiel und ästhetische Erfahrung.
Wenn er sich dann selbst verspielte, dann erklärte er, dass das nunmal zum Leben dazu gehört. "Sometimes your underwear is dirty. Sometimes you mess up a song. That's part of life. But try to keep the beat."

Abschied
Nach etwa anderthalb Stunden auf der Bühne (und eine gute halbe Stunde davor) spielte er ein Stück von Frank Zappa zum Abschied und beendete die Clinic mit den Worten: "It's always a pleasure to play among friends." und eilte dann aufs Klo. Kein Wunder, dass er am Ende immer schneller gespielt hat...

Im Flur traf ich ihn wieder und bedankte mich für den schönen Abend.
Er meinte noch: "You seem like a dedicated guy. Save up for it and come visit the Freak Guitar Camp this summer. Sell your guitar, you can play mine."
Ich denk noch drüber nach. Für den Erlös meiner Gitarre komme ich vielleicht bis nach Hamburg ... Jedenfalls weiß er, wie man mögliche Kunden umgarnt. Erst ein Selbstbild stärken und dann das Angebot ausbreiten, dessen Ablehnung einer Schwächung des Selbstbildes bedeuten würde. Wir fallen ja so gerne auf Werbung rein ;)

Die Beständigkeit der Dinge

Nachdem ich mich so verabschiedet hatte, wanderte ich durch die Nacht in die Stadt. Dabei Gedanken über Kunst, Musik, Gitarrenspiel, Übungen usw.

Als ich zum Dino zurückkehrte, wartete dort mein Sylt-Beutel. Scheinbar unangetastet, denn wer traut sich schon an einen Dino ran? Braver Dino!

Objektpermanenz ist eine feine Sache. Man darf vertrauen, dass die Dinge beständig sind und in der Regel dort liegen, wo man sie zurückgelassen hat.

Mein Spruch des Tages, der mir irgendwann im Bus einfiel:

"Genius is easy to dismiss, while stupidity isn't." (ald)

Besten Dank an die Kulturintiative Gießen e.V.! Das war ein merk-würdiger Abend!

Samstag, 2. April 2011

Das kleine orangene Notizbuch - April Blues

April Blues - Kugelschreiber im kleinen
orangefarbenen Notizbuch (ald)

Sonntag, 13. Februar 2011

Post-Indie-Rock-Chick


Gitarristin mit Tausch SlashDot /. (ald)
Kugelschreiber auf Papier


Gitarristin mit Tele (ald)
Kugelschreiber auf Papier

Samstag, 30. Oktober 2010

traurig nicht wahr - croon papillon (Crap Art: Album-A-Day)


traurig nicht wahr ist eine sogenannte Album-A-Day (Crap Art) Veröffentlichung, die heute im Rahmen des Improvisationsprojekts croon papillon entstand.

Ich hatte es nicht für heute geplant, aber schon seit längerem beabsichtigt, denn das Konzept, ein komplettes Album an einem Tag einzuspielen und gegebenenfalls zu bearbeiten, passt trefflich zu der Auseinandersetzung mit Improvisations- und Kompositionsprozessen im croon papillon-Projekt.

Wer das Album durchhört, erlebt in etwa das, was innerhalb einer Dreiviertelstunde passiert ist. Kurze Pausen sind nicht drin. Die Albumlänge beträgt ca. 35 Minuten.

AutoLyrics

Besonders freut mich, dass ich das lang angekündigte AutoPoetry-Projekt gleich in einem Abwasch einleiten konnte, da sämtliche Texte gemäß des Projektes improvisiert sind. Neben der Gitarrenschrummelei gibt es diesmal also auch Gesang, der bis auf Wrapped-Up Heart, zeitgleich zur Gitarre aufgenommen wurde.

Die Texte habe ich anschließend transkribiert, damit sie gegebenenfalls mit- oder nachgelesen werden können. Außerdem muss ich ja selbst wissen, was ich da automatisch gesungen habe.

Die Texte handeln von Liebe, Sehnsucht und Verlust und reihen sich passend in die bisherigen AutoWrite-Texte ein.

Track List

Die Aufnahmen sind bis auf das Stück Instrumental Ballad First-Takes. D.h., es handelt sich um die jeweils erste angefertigte Aufnahme.
  1. Instrumental Ballad (2nd Take)
  2. Wrapped-Up Heart*
  3. Tears of Ecstasy
  4. In My Heart (I Was So Afraid)**
  5. Morning Sun
  6. You and I Run Wild
  7. Tiny Interlude
  8. Failing Your Expectations
  9. Short Interlude
  10. The Rest of Her Life
* Gitarrenspur und Gesang wurden nacheinander aufgenommen.
** Die Aufnahme enthält 'nen Knacks, weil irgendein Programm die CPU belastet hat.

Das Download-Paket enthält die Titel als MP3-Dateien, das Album Cover als PNG sowie Liner Notes und Lyrics als PDF-Dokument. traurig nicht wahr ist auch bei Jamendo unter einer creative commons-Lizenz veröffentlicht und kann dort angehört und heruntergeladen werden.

Freitag, 15. Oktober 2010

Diskursfestival - Exkurs 2010 werden zwischen sein

Das diesjährige Diskursfestival Gießen findet vom 14. bis zum 17. Oktober 2010 statt und wurde gestern im temporären Theaterbau 'Inverted Theatre' auf der Wiese Bismarckstraße Ecke Stephanstraße eröffnet.

Als Auftakt gab es eine Diskussionsrunde über die künstlerische Nutzung öffentlicher und halb-öffentlicher Räume, zu der die Kümmerei Gießen eingeladen wurde, die sich als künstlerisches Projekt zur Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Gießen u.a. um Leerstandsmanagement, Vernetzung und Beratung kümmert. Der ebenfalls geladene Präsident der Justus-Liebig-Universität Prof. Dr. Joybrato Mukherjee war leider krankheitsbedingt verhindert.

Die Kümmerei Gießen in der Steinstraße 75.
Ein Projekt zur Beratung für Kunst- und Kulturschaffende

Um 21 Uhr stellte das INSTANTatelier, das vom 3. bis 14. Oktober stattfand, die Performance NEUE UFER vor. Anschließend wurde zum Gespräch bei Musik, Cocktails, frischem Minz-Ingwertee und kleinen Happen in gemütlicher Atmosphäre in den Georg-Büchner-Saal in der Alten Universitätsbibliothek, Bismarckstraße, eingeladen.

Die in der Gießener Innenstadt zur Gestaltung durch Gießener
aufgestellten Logen wurden für den Theaterbau verwendet.
Manch ein Gießener hat dabei mitgewirkt
und weiß es noch nicht.

Vor kurzem im Seltersweg: kleine Loge zur Gestaltung.
Zitate, Grüße, Wünsche und Skizzen wurden von
den Gießenern hinterlassen.

Inverted Theatre: Links neben dem Spinnennetz ist der
mobile Wohnzimmerfotoautomat

Im Fotowohnzimmer
Spiegel und Kamera

Im 'Inverted Theatre' lernt man, was Liebe ist und kann rausschauen.


Im mobilen Wohnzimmerfotoautomaten:
Kitsch, Groschenroman und das Gefühl von falschem Zuhause

Bevor die Diskussionrunde begann, nutzte ich die Zeit, um ein paar Aufnahmen im mobilen Wohnzimmerfotoautomaten zu machen. Das macht Spaß und kostet nur 50 Cent.

Und während manche nach der Veranstaltung über NEUE UFER redeten, setzte ich mich zur Wasserfarbenmalerei auf den Teppich.
Ich kann nur empfehlen, in den verbleibenden Tagen den Theaterbau und die Vorstellungen zu besuchen und nachzufragen, mitzureden. Kaffee, Kuchen, Sitzmöglichkeiten, Fotospaß und Begegnungsraum sind gegeben.

Wasserfarbenmalerei bei Musik, Cocktails und gemütlicher Atmosphäre
im Georg-Büchner-Saal
Bunt, fröhlich, von Liebe und abgründig.

Samstag, 9. Oktober 2010

Enjoy Gießen - Kritzeleien in der Nacht

Notizen, Skizzen und Selbstportrait
bei einem Mojito Light in der Enjoy Bar, Gießen. (ald)

Durch die Nacht

Ziel- und vorbehaltlos durch die Stadt.
Die Nacht verändert das Bewusstsein, macht aus täglichen Gestalten nächtliche
und manche von ihnen betrunken.
Enjoy Bar. Billard, Kicker, Cocktails. Einer sitzt an der Wand und zeichnet.
Zwei Drivers für den Fußgänger. Notizen.
Dann zurück in die Nacht. Studentenfutter.

Das ist kein Gedicht. Mehr fällt mir grad nicht ein.

Selbstportrait und Selbstfigur
Kugelschreiber im kleinen schwarzen Notizbuch (ald)

Freitag, 8. Oktober 2010

Der Henker ist eingetroffen, Hoheit!

Kaum steht man ein wenig erhöht,
wird man zur Prominenz.

Es war einmal...

Ich stand auf einem Mäuerchen an der Bushaltestelle, als ein Mann von der gegenüberliegenden Straßenseite zu mir herübertrat und verkündete: "Der Henker ist eingetroffen, Hoheit."
Nur diese Worte. Er hielt dabei seinen Blick gesenkt und bewahrte drei Schritt Abstand. Dann drehte er sich um und verschwand in der Dunkelheit. D.h., ich sah im noch eine Weile zu, wie er im Licht der Straßenlaternen mit der Hand hinten in der Hose davonschlurfte.

Was wusste der Kerl über meine adeligen Vorfahren? War der Henker in der Nähe? Würde er meinem hoheitlichen Befehl unterstehen - oder war er grausig gar für mich gekommen, sein endgültiges Handwerk zu erledigen?

Ich erinnerte mich an den Seelenhandel, der ja in Ermangelung teuflischer Mittel rechtmäßig nicht zustande gekommen war, auch hatte ich nichts unterschrieben. Er schwirrte ab, der arme Teufel und ich blieb ohne Erfolg. Doch vielleicht war ich auf eine List hereingefallen? Sowas wie eine Seelen-Phishing-Attacke, die satanische One-Click-Policy. Ein falsches Wort und schwupp! Seele weg? War die tägliche Lektüre des großartigen Sinfest-Webcomics ein Stolperstein? Rock'n'Roll, Blues, Jazz und Heavy Metal? Ich schob die Gedanken beiseite und konzentrierte mich auf die seltsame Begegnung.

Zurückgespult

Die Szene lief vor meinem geistigen Auge ab und ich spulte sie immer wieder zurück, als stünde ich vor dem Lebensende auf der Suche nach einem Funken Glückseligkeit in der Erinnerung meines irdischen Wandelns, oder als Literaturkritiker über einem Groschenroman.

Der Mann schlurfte von der gegenüberliegenden Straßenseite zu mir herüber, blieb neben mir stehen und sagte: "Der Henker ist eingetroffen, Hoheit!", ohne mich dabei anzusehen.

Zurückgespult
. Der Mann stieg vermutlich aus einem Bus aus, schlurfte dann herüber - Moment! Wo waren die Autos? Schlurfte er tatsächlich durch den Verkehr oder nutzte er eine ruhige Ampelphase? Ich konnte mich nicht erinnern. Er schlurft herüber in seinen abgetragenen Klamotten, bleibt stehen, sagt seinen Satz.

Zurückgespult. Er tritt an mich heran und ich beobachte ihn. Er sagt seinen Satz.

Zurückgespult
. Er kommt von der Straße auf den Bürgersteig, bleibt neben mir in drei Schritt Entfernung stehen und sagt seinen Satz.

Zurückgespult
. Sagt seinen Satz.

Zurückgespult
. Er blickt mich nicht an. Stopp!

Zurückgespult. Er blickt nicht mich an ... Sondern steht abseits von mir und spricht als stünde er vor einem anderen, zu einem Unsichtbaren: "Der Henker ist eingetroffen, Hoheit." Was für eine Geste, mit der er dabei auf mich deutet? Einbildung! Ich beobachte ihn, wie er im Licht der Straßenlaternen verschwindet. Ein leises Schwirren in den Schatten zu meiner Linken. Einbildung.

Ich sah mich um, doch keiner der anderen Wartenden schien von der Begegnung Notiz genommen zu haben. Ich schrieb mir den merkwürdigen Satz des Fremden in mein neues kleines schwarzes Notizbuch und machte zwei Fotos mit dem Handy. Dann nahm ich den Bus.

Hoheit oder Henker?
Oder nur Statist?

Samstag, 2. Oktober 2010

Gießen Improvisers Pool - Jubiläumskonzertbericht

Alte Universitätsbibliothek, Gießen, 01.10.2010

Der Gießen Improvisers Pool veranstaltete zu seinem zwanzigjährigen Bestehen ein Jubiläumskonzert und präsentierte improvisierte Musik in wechselnden Besetzungen.

Manfred Becker, Peter Geisselbrecht

Zwei Stuhlreihen waren im Georg-Büchner-Saal der Alten Universitätsbibliothek gestellt, dabei hatte ich eine Menge erwartet: Studierende, neugierige Zuhörer, Schulklassen.
Es blieb viel Raum - und der wurde von Musik lebendig.

Nach einer freundlichen Begrüßung und Einführung in den Abend - es werde vorwiegend in Trios improvisiert - begannen die Musiker ihr Spiel.

Georg Wolf, Manfred Becker, Martin Speicher

Es war anders als mein erster Besuch eines GIP-Konzerts. Und ich hörte und achtete anders auf die Musiker und wie sie sich bewegten. Denn neben dem was sie spielten, war zu beobachten, was sie nicht spielten, z.B. wenn Wolfgang Schliemann immer wieder zum Schlag ausholte und dann doch keine Trommel und kein Becken zum Klingen brachte, das war dann auch zu hören.

Und noch viel mehr.

Das sind neue Hörerfahrungen, und man kann auf den Geschmack kommen. Vielleicht passt es, ein Zitat des improvisierenden Kampfkünstlers Bruce Lee auf die Musik zu übertragen: Manche Musik ist beliebt und populär, begeistert das Publikum durch reißerische Spieltechnik und passende Show, aber gib Acht: sie ist wie verwässerter Wein.
Manch andere Musik kommt ohne Show, aber sie hat das gewisse merkwürdige Etwas. Wie Oliven, ihr Aroma ist eigen und bleibt. Du kommst irgendwann auf den Geschmack. Aber niemand kam bisher auf den Geschmack von verwässertem Wein. (Vgl. Tao of Jeet Kune Do)

Das Konzert ging mit gewünschten Zugaben bis 22 Uhr. Anschließend Gespräche und ein sanftes Ausklingen des Abends.

Frank Rühl, Georg Wolf, Wolfgang Schliemann

Von der Gießener Allgemeinen gibt es ein kurzes YouTube-Video-Interview mit kleinen musikalischen Eindrücken. Das Erlebnis, beim musikschaffenden Spiel der Musiker anwesend und teilnehmend zu sein, kann das Video nicht ersetzen, deswegen das nächste Konzert nicht verpassen - und bis dahin selbst Musik spielen!


Frank Rühl erzählt zum zwanzig-jährigen Bestehen des GIP
und Peter Geisselbrecht zeigt, dass man zum Klavierspielen
Köpfchen gebrauchen kann

Speedreading: Testing Elixir - Effective, and robust testing for Elixir, and its ecosystem (Andrea Leopardi, and Jeffrey Matthias, series editor: Bruce A. Tate, development editor: Jacquelyn Carter)

Testing Elixir Die späte Schnelleselektüre dauerte fünfundreißig Minuten und zwanzig Sekunden, und ich hatte sie zuvor auf fünfunddreißig Mi...