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Dienstag, 14. Januar 2025

der Wandel zum Schmetterling

der Wandel zum Schmetterling, ald, 14. Januar 2025
Da sind Projekte und Arbeiten, die zum Erfolg geführt werden wollen, und damit ist ein Abschluß gemeint: Sie werden erfolgt sein. So ist der Wandel.

Von der Raupe zum Kokon zum Schmetterling sei als Bild für den Wandel verstanden.

Nun sind wir keine Raupen, die zu Schmetterlingen werden, wir sind Menschen und werden herausfinden müssen, wo wir herkommen, wo wir sind und wo wir hingehen werden. Wandelnd.

Wandelnd schreiben, malen, singen und allerlei miteinander und allein.

Bei aller Ablenkung die Ruhe finden in der einfachen Zeichnung, mit der Geschichten erzählt werden wollen.

Dienstag, 7. Januar 2025

it will stare back at you

ogres, and a dog, ald, 6. Januar 2025

Eine meiner Lieblingsillustrationen ist An orc's best friend, so dass ich das Thema erneut aufgriff und diese Zeichnung anfertigte.

Gezeichnet mit Krita und Wacom Grafiktablett.

Samstag, 6. Juli 2024

Mut. - Fluss mit Flair 2024 in Gießen

 

Der diesjährige Fluss mit Flair steht unter dem Motto Mut und findet am 7. Juli 2024 von 11 Uhr bis 19 Uhr auf der Lonystraße und der Löberstraße in Gießen statt. 

Mut. Schwermut, Sanftmut, Armut, Hochmut, Unmut, Gutmütigkeit, der Mut zum forschenden Gestalten, der Mut zur Vergebung. Stimmungen, Verstimmungen, Stolpern, Scheitern, Weitergehen.

Ich werde ausgewählte Arbeiten aus meiner Biographiefragmentmanufaktur präsentieren, das sind Selbstportraits, automatisch geschriebene Textfragmente, Skizzen, Studien, Illustrationen. Ich danke für die vorbereitende Untersützung bei Transport und Aufbau!

Der Künstler testet immer. Jeder Blick ist ein prüfender, jedes Element wird in den Zusammenhang des Gesamtwerks und möglicher Präsentationsorte gestellt. Formale Studien werden gesammelt, für spätere Projekte wiederverwendet, Lösungen konkreter Probleme und künstlerischer Fragestellungen abstrahiert. Die künstlerische Arbeit ist immer diskursiv, wirkt im Alltag, erfordert Abstand, Perspektivwechsel, Diskussion. Sie ist Werkstattarbeit und damit, Heldengeschichten zum Trotz, Ensemblearbeit. Sie erfordert Routine, stetige Optimierung von Routinen, Werkzeugepflege, Werkzeugherstellung, auch Adaption neuer Werkzeuge und Arbeitsprozesse. Sie bedarf einer kritisch-rationalen Betrachtung der Verwendung ihrer Ergebnisse und Werke.

Die Stichpunktlebensgeschichte, diese seltsame Textform, wird zur Erzählung über den Lebensweg eines Menschen durch die Welt. Die Auswahl der Ereignisse, Begegnungen und Erfahrungen hängt vom Erzählkontext, den Zuhörern, oft von der Laune des Erzählers ab. Die Erzählung und was vermittelt von ihren Zuhörern weiter- und nacherzählt wird, ist dem tatsächlichen Leben selten angemessen. Hier wird übertrieben, dort ausgelassen. Einer verdreht, der andere biegt. Wie die Ereignisse und Handlungen aller Beteiligten tatsächlich zusammenwirkten, bleibt  unerzählt; aber dass diese verwobenen Zusammenhänge existieren, muss heilsam aufgezeigt werden. So brüllte Inspector Goole in J.B. Priestleys An Inspector Calls seine wachrüttelnde Stoprede: „We don‘t live alone. […] We are responsible for each other.“

Es rettet dich nur die Hand, die dich packt und aus der Grube zieht, nicht die, die winkt und sagt: Ich will dir alles Gute.

Wer sich, wie Münchhausen, am eigenen Zopfe selbst aus der Grube heben musste, wird sich hernach vor die Entscheidung stellen, anderen die Überwindung der Hürden zu erleichtern, die er selbst schon bezwingen konnte.

Das ist der unstetige Fortschritt des Menschen, dass das nächste Scheitern auf höherem Niveau gelingt.

„Your life is your life. Don‘t let it be clubbed into dank submission.“
(Charles Bukowski, The Laughing Heart)

Freitag, 3. November 2023

Novemberblatt 3

 

colorierte Skizze (Krita mit Wacom Bamboo One)
 Even wandering monsters need pennies from heaven.

Dienstag, 7. Juni 2016

Programmieren und so

Land of Lisp auf dem Schreibtisch

Seit dem vergangenen Jahr beschäftige ich mich in einem neuen Anlauf und mit Entschiedenheit mit dem Lernen von Programmierung. Eine kleine Handbibliothek vornehmlich gebrauchter Fachbücher begleitet mich dabei. Nach Learn Python the Hard Way und Einblicke in Perl schmökere und programmiere ich mich durch Struktur und Interpretation von Computerprogrammen (im Link die englische Fassung) und Land of Lisp.
Ich kann noch nicht absehen, wohin mich die Reise führt. Auffallen tut mir, dass ich mich zu Lisp, Guile/Scheme und C hingezogen fühle. Zwei feine Bücher über Computergrafik habe ich ebenfalls finden können: Computer Graphics 2nd Edition in C und eine alte OpenGL Superbible 4th Edition über OpenGL 2.1, das von Guile unterstützt wird.

Die Notensatzsoftware LilyPond ist in Guile/Scheme und Frescobaldi in Python geschrieben. Der Quellcode der Software eignet sich also auch zum Studium.

Was die Computergrafik und digitale Malerei angeht: Krita ist in Version 3.0 erschienen und bietet nun Möglichkeiten zur Animation und steht ab sofort als Appimage zur einfachen Installation zur Verfügung.

Lektüre, die auch ohne Strom geht.

Freitag, 6. Februar 2015

Freitag, 25. Oktober 2013

Skizzenbuchkritzelei - 'Walk on ...'

Da sprach der Wanderer: 'Mein Weg soll mir gut tun;
ein Weg der Genesung. Last werfe ich von mir und lade mir keine neue auf;
so kann ich leichter gehen und bewahre meinen Körper, dass ich weiter gehen kann.
Die Reise ist noch lang und viele Orte und Begegnungen warten auf mich.'
Kugelschreiber und Aquarell Skizzenbuch (ald 25.10.2013)

Dienstag, 14. Mai 2013

Samstag, 30. März 2013

Die Wahrheit um den Osterhasen

Schneller Entwurf eines Osterhasencartoons
29.03.2013 (ald)
Grafiktablett und Inkscape

Mein Osterhasencartoon vom Vorjahr gefällt mir zwar auch, aber den hier finde ich besser. Ich nehme an, es wird bei dem Entwurf bleiben. Also, ist es kein Entwurf, sondern ein fertiger kritzeliger Cartoon.

Damit wünsche ich Euch allen besinnliche Feiertage, Erholung und ausreichend Schokohasen, -Käfer und Fondanteier. Passt auf Euch und aufeinander auf!


Samstag, 23. März 2013

Dienstag, 31. Juli 2012

Kung-Fu Spot: The Fuzz and the Buzz (I am serene.)








"I am serene." (ald)
Grafiktablett und Inkscape.

Dieser Kung-Fu Cartoon ist aus Resten per Copy&Paste erstellt. Da ich zur Zeit kein funktionstüchtiges Grafiktablett habe, wird es bei solcher Resteverwertung bleiben und die Texte werden nicht per Hand geschrieben, sondern getippt.

Den Cartoon wollte ich schon vor einigen Wochen fertiggestellt haben, war mir aber nicht sicher, wie die Umsetzung aussehen würde. Das sieht man erst, wenn man sich daran macht, dachte ich dann und begann. Große und kleine Ideen zu entwickeln ist eine Leichtigkeit, jedoch die kleinste davon umzusetzen manchmal ein großes Unterfangen.
Mir gefällt der Cartoon. Ich mag seinen leisen Witz und die Lebensbezogenheit.

Mittwoch, 18. April 2012

Kleine schöne Dinge am Tag

"Nachts vor dem Schlafengehen
schick machen
und im Flur tanzen
und dann lachend ins Bett fallen."

Der Alltag kann langweilig sein

Was machst Du, um zu langweilige Phasen aufzulockern, die Langeweile nicht auf die Stimmung schlagen zu lassen?
Wenn man zum Beispiel seine Thesis für die Uni schreibt und aus festgefahrenen Gedankengängen nicht hinauskommt, sind kleine schöne Dinge, die den alltäglichen Tagesablauf unterbrechen, eine Möglichkeit aufzuhorchen und durchzuatmen.
Die festgefahrenen Gedanken sitzen dann zwei Meter abseits und können in Ruhe betrachtet werden, wie diese kleinen Labyrinthrätsel in Zeitschriften. Die sind leichter zu lösen, wenn man sich nicht im Labyrinth befindet, sondern sie aus der Vogelperspektive betrachtet.

Und dann: Der Tag läuft nicht ab. Ich laufe den Tag ab und wenn mich das langweilt, gehe ich andere Wege. Bleibe dort stehen, wo ich noch nie stehenblieb und sehe mich um, damit ich neue Eindrücke sammle ohne mein Ziel aus den Augen zu verlieren.

"Morgens, mit einer Tasse Tee
auf der Wiese
und dann hinein
E-Mails lesen."

Mittwoch, 11. April 2012

Dienstag, 27. März 2012

Kung Fu Spot

"Now... show us your Kung-Fu!" (ald)

Stereotypische Szene

Großer Blops 1: Hey, Du kleena Knirps. Wir ham' jehört Du kannst Kung-Fu.

Kleiner gelber Blops: Ja.

Großer Blops 2: Na, dann zeig mal!

Kleiner gelber Blops: Nö, ick will Euch nich' weh tun.

Großer Blops 3: Ach, willste nich'? Na, dann müss'n wa Dir zuerst weh tun, wa?

Kleiner gelber Blops: Och, nö. Jedes Mal derselbe Mist.

(Man weiß ja, wie's weitergeht.)

Freitag, 9. März 2012

Vektorkritzel: Dance, Talking Blues, and Walking the Dog

"The music is dreadful."
"Let's dance anyway."

Kleine Kritzeleien mit Farbe und Text

Versuche mit Federartigem Strich, Perspektive und Text. Ein seltsames Tanzpaar, das trotz ungewohnter Musik miteinander einen Tanz genießt. Ein Geschichtenerzähler mit elektrischer Gitarre und zwei Gestalten auf Hunderunde.

Talking Blues:
"I will tell you the story of
how things came to pass."
croon papillon


Keine Spielereien.

Dienstag, 15. November 2011

"Fast Winter"-Zeichnungen: Mathe, Drachen und Märchenburg


Zeichenzeug und ein neues kleines Notizbuch.
Fast Winter

Die Erde kreist zur Zeit in einem ungünstigen Neigungswinkel um die Sonne, so dass uns hier das Sonnenlicht nur für wenige Stunden erreicht. Falls es nicht von Wolken gefiltert wird und Städte und deren weite Umgebung in diffuses ausgegrautes Licht taucht.
Es ist eine Zeit für künstliches Licht. Kerzen und Lampen, Laternen und Schaufensterbeleuchtung. Fernseher, Monitore und Smartphonedisplays.
Der Drache sitzt derweil auf seinem Felsen und betrachtet sehnend den Mond, der das Licht der Sonne reflektiert und so scheint als leuchte er selbst. Trickster. Oder doch ein freundlicher Begleiter in der Nacht.

Drache auf Fels (ald) 06.11.2011
Bleistift und Aquarell

Es ist eine Skizze mit Bleistift und Aquarell auf Kopierpapier unterhalb einiger Notizen über Narration bei Rollenspielen und der Perspektive von Spielern und Spielfiguren auf eine erzählte Situation - und bezüglich der Spieler auch auf die Erzählsituation. Solche Notizen sammle ich gelegentlich, um sie im Archiv der Hausregeln für Rollenspiele zu hinterlegen. Ein langfristiges Projekt, in dem die Narrationsform Rollenspiel beschrieben und untersucht wird - zusammen mit Spielideen und Interpretationen diverser Rollenspielregelsysteme. Mittlerweile ist ja Skyrim - The Elder Scrolls V erschienen, eines der wenigen Computerrollenspiele, das mich noch interessiert. Ich würde gerne an Story, Gameplay und Konzept eines Computerrollenspiels mitarbeiten, das die Narrationsform von Tischrollenspielen (Pen&Paper) überträgt oder zumindest von den begrenzten Interaktions- und Narrationsmöglichkeiten bisheriger Spiele abweicht. Die Übertragung auf Computerspiele hat (meiner Meinung nach) bisher nicht überzeugend funktioniert - wie auch jüngste Versuche wie Drakensang basierend auf dem populären Spielsystem Das Schwarze Auge zeigen. Immerhin liegt der Spiel-CD auch das Basisregelwerk als PDF-Datei bei.

Kritzelstudien und Landschaften

Eine Seite im kleinen roten Notizbuch. 

Landschaften in Kritzeleien zu sehen fällt erstaunlich leicht. Es genügt eine zittrige Linie, um den Horizont auszumachen und im Inneren eröffnet sich eine Landschaft, die erforscht werden kann. Ich beginne eine Reise und über die Reise eine Erzählung. Mühelos.

Eine colorierte Kritzelstudie.
Kugelschreiber und Aquarell.

Solche Kritzelstudien zeigen nicht nur Landschaften, sondern auch seltsame Szenen von unbekannten Objekten, fremden Gestalten und verzerrten Räumen. Trotz ihrer Befremdlichkeit sind sie gegenständlich und im Inneren erlebbar. Das Landschaftserleben im Äußeren wie im Innern scheint mir einen engen Bezug auf kognitive Prozesse und Informationsverarbeitung zu haben. Ich erlebe Informationen als Objekte im inneren Raum und deren Relation und Bewegung zu anderen Objekten in einer weiten Landschaft und mitunter in voneinander getrennten Räumen.

Kunst im Park

Dieses Steintor ist ein Portal in der Landschaft. Es scheint unsinnig - wozu ein Tor, wenn es keine Räume verbindet? - bis man sich dem Tor mit den Sinnen nähert. Wie das Licht darauf spielt, Moos wächst, der Wind darum weht und man hindurchgehen, hinaufklettern oder es in der Ferne passieren kann. Es wirkt jeweils anders. Was man erlebt, wenn man hindurchgeht, erfährt nur, wer es versucht. Vielleicht gibt es ein Lächeln zu entdecken. Das ist wie mit künstlerischen Plastiken im Park. Ein Problem, das ästhetisch-sinnlich verstanden werden kann.

Steintor in der Landschaft.
Eine Plastik - ein Problem.


Künstlerische und mathematische Probleme

 Kleine Kritzellandschaft
und ein seltsamer Gedanke. 

Woher dieser Gedanke kam, kann ich nicht genau rekonstruieren. Es ist nicht mehr als ein Fragment, das hinterfragt und bestenfalls korrigiert werden kann:

"Probleme, die scheinbar mit Mathematik lösbar sind, lassen sich im Geiste bewegen."

Ich bin mir allerdings sicher, dass ich in den vergangenen Wochen ein Gespräch geführt hatte, das sogenanntes Talent in künstlerischen Disziplinen thematisierte und wir dabei auch auf Mathematik kamen. Aus ihrer allgemeinen Schulerfahrung sprechen manche gerne davon, dass sie Mathe nicht können - und auch kein Talent für Kunst hätten. Unabhängig davon, was dazu zu sagen wäre, behaupte ich, dass Mathematik und Kunst mehr sind als fehlerfrei im Kopf rechnen und eine fiktive Hauptstraße in Fluchtpunktperspektive zeichnen zu können. Probleme verstehen und Lösungsstrategien anwenden. Darum geht es. Wenn man sich verrechnet, wird man das bei der Überprüfung merken. Das gilt auch für künstlerische Probleme.

Fluxkompensator?

Ich erinnere mich an eine Nacht, in der ich aus einem Halbschlaftraum aufwachte und über Kugeln und Ellipsoide nachdachte und versuchte eine Art Formel zur Berechnung bliebiger Punkte auf der Oberfläche einer Kugel zu Punkten auf der Oberfläche einer anderen Kugel zu finden. Ich stand auf und fertigte schlaftrunken ein paar Skizzen mit Kugeln in dreidimensionalen Koordinatensystem an. Bis heute habe ich keine Lösung für das Problem gefunden, schmökere aber hin und wieder in meinen Mathematikformelbüchern. Der Bezug zu dem losen Gedanken, dürfte deutlich werden. Ich entdeckte ein Problem, das ich mit Hilfe der Mathematik lösen und deren Lösung mathematisch beschreiben wollte und ich konnte dieses Problem im Geiste bewegen. Denn ich sah und fühlte Kugeln und Ellipsoide im inneren Raum, wie sie sich bewegten und wie einzelne Punkte auf deren Oberflächen Verbindungen zu Punkten auf der Oberfläche anderer Kugeln und Objekte hatten. Durch die Bewegung der Kugeln veränderte sich die Distanz und Relation der einzelnen Punkte.

NASA knows

Jetzt, da ich das schreibe, sehe ich die Kugeln und Ellipsoide als Planeten und Monde und die Punkte als Städte und interstellare Raumstationen. Die Verbindungen sind Strecken und Flugbahnen. Wahrscheinlich hat die NASA mein Problem schon längst gelöst. Ich sollte denen mal eine E-Mail schreiben. Desweiteren fällt mir ein, dass das Computerspiel Elite II - Final Frontier eine sehr detaillierte Darstellung der Sternensysteme hatte und man Bewegung und Rotation der Planeten und Monde sowie die Flugbahnen zu den Sternhäfen gut verfolgen konnte. Da ich das Spiel gerne spielte, ist hier möglicherweise ein Hinweise darauf, dass die Darstellung von Information (auch in Spielen) kognitive Denkmuster beeinflusst und also erst befähigt, manche Probleme im Geiste zu bewegen.

Wo kommt nun endlich die Mathematik ins Spiel? Sie liefert ein Instrumentarium zur Beschreibung und Lösung des Problems. Die Probleme können spannend, phantasievoll und unterhaltsam sein, oft sogar praktisch - man denke an die Berechnung von Flugbahnen von einem Raumhafen zum nächsten - wer sie lösen will, bedient sich der Mathematik.

Und die Kunst?

So, wie sich Probleme mathematisch lassen, können sie künstlerisch angegangen werden. Das kann eine Fragestellung oder eine Aufgabe sein. Oft sind Aufgaben mit Fragestellungen verknüpft, und es gilt, einzelne Aufgaben als Schritte zum Verstehen und später zur Lösung des Problems zu erkennen und durchzuführen.
Manche Probleme tauchen erst auf, wenn man bestimmte Erfahrungen gemacht hat. Ideen und Probleme sind nicht ohne Kontext. Je nachdem welchen Kontext man wahrnimmt, erkennt man Probleme und Ideen zur Lösung von Problemen oder einfach: Spielideen.

Hat man eine Anzahl an Objekten und Handlungsmöglichkeiten damit zu hantieren, dann entdeckt man Spielmöglichkeiten. Fast so wie MacGyver. Der hatte auch viele Probleme und allerlei Zeug, um die Probleme zu lösen. Außerdem hatte er einige Ideen, was er damit anstellen könnte - womöglich weil er in der Schule aufgepasst hat. So jedenfalls die versteckte Propaganda der Sendung. MacGyver war die Sesamstraße für nerdige Teenager in den 80-ern. Eine Aufgabe die zeitgenössisch von Computerspielen übernommen werden müsste, die bislang aber eher für die Tradition von Mythen und derlei genutzt werden.

Ein weiterer Travel-O-Fant auf der Reise. 

Zukunftsvision

Science-Fiction ist Gedankenspiel innerhalb eines Kontextes von fiktiver Technologie und utopischer oder dystopischer Gesellschaft und was darin geschehen mag.
Als ich die Travel-O-Fanten von Claire Mux entdeckte, sah ich damit Fragmente zur Bildung eines Kontextes, in dem gespielt werden kann. Lebendige Maschinen, die mich an die Raumschiffe in Farscape erinnerten und Elefanten, die die verschollen gegangenen wolligen Mammuts aus dem Abenteuerspiel Syberia wachriefen. Ich vermute auch eine gruselige Verknüpfung der Entwürfe von Claire Mux mit den nanotechnologischen Zombies aus meinem unvollständigen automatisch geschriebenen Roman. Dem werde ich nachgehen.

Bisher konnte ich an keine Konstruktionsskizzen der Designerin Claire Mux gelangen, und so bleibt es bei den wenigen Außenansichten, die mich zu sehr an Elefanten und zu wenig an die kybernetisch-hybriden Reisetiere aus dem Hause Wolpert&Glück erinnern. Ich warte auf Berichte der Reisenden.

Eine liegende Gestalt in Kritzellandschaft.
Sind das Gebüsche oder Rauchwolken?
Vielleicht eine Weltraumreisende nach einem Absturz ihrer Flugmaschine?

Märchenlandschaften

Neben der Science-Fiction gibt es Märchenhaftes und Fantasy, das ich in den Kritzeleien entdecke. Bei den Bäumen dachte ich, dass sie bereits in den bisherigen Skizzen zu sehen waren und z.B. diese Ansicht einer Märchenburg einen weiteren Ausschnitt derselben Landschaft zeigt.

Eine Seite Märchenhaftes.
Burg, Turm und Ritter
- und ein Heißluftballon am Horizont. 

Ritter und Turm zeigen eine Szene, die der Geschichte aus meinem Drachenbilderbuch entnommen ist. Der kleine Ritter ist auf der Suche nach einer Prinzessin. Die Umerzählung einer alten Geschichte. Boy seeks girl.

Herbstlandschaft und Märchenburg


Am Schluß ein Eigenzitat aus der Reflexion langjähriger Spielleitererfahrung im Rollenspiel und übermäßigen Konsums realitätsferner Filme und Geschichten. Eine Art Affirmation und ein Zen-Rätsel über den Selbstbetrug, in der eigenen eingeschränkten Perspektive auf die Welt, Sinn stiften zu wollen.

"I (want to) believe in happy endings.
And if a story does not have a happy end
- then the last chapter hasn't been told, yet." (ald 15.11.2011)

Ritter und Prinzessinnenturm
"Was ist, wenn der Turm unbewohnt ist?" 

Freitag, 4. November 2011

Herbstzeichnungen: Landschaft, Flutdrache und Typ mit Toaster


Bleistift, Knetgummi, Spitzer, kleines rotes Notizbuch,
Aquarellkasten, Kugelschreiber im Lederetui

Auf die Sonne warten

Da ich die Digitalaufnahmen der Zeichnungen mit einem mittlerweile alten Sony Ericsson Cybershot Mobilfunktelefon anfertige und ich keinen Blitz verwenden möchte, muss ich darauf warten, dass die Sonne durch's Fenster scheint. Dann platziere ich das kleine Notizbuch mit Stiften und Farben auf der schönen handgefertigten Wolldecke und knipse ein paar Fotos. Die Aufnahmen werden anschließen in GIMP skaliert.

Notizbuchseite: Bleistsiftkritzeleien, coloriert
mit Aquarellfarben

Am vergangenen kleinen Künstlertreff ging es u.a. um Landschaftzeichnung und perspektivische Tiefe. Wie lässt sich Tiefe suggerieren und welche Details sind dabei wichtig? Wie wird der Blick des Betrachters gelenkt? Wo im Bild hat der Betrachter seinen gedachten Standpunkt und was passiert, wenn er dort nicht stehen bleibt?

Landschaft mit verschiedenen Ebenen
in Vordergrund und Hintergrund

Diese kleine Landschaft kritzelte ich zur Demonstration der Erarbeitung von Vorder- und Hintergründen. Zwar liegt die Baumsilhouette im Bildmittelgrund, aber der Blick wird weiter nach rechts gelenkt zu dem entfernten Baum, dessen Wipfel in leichtes Herbstsonnenlicht getaucht ist. Die Pilze liegen dabei in der Blickachse und beim Betrachten kann man den Fokus zwischen Baum und Pilzen wechseln.

Drache über Flutlandschaft (ald 02.11.2011)

Diese kleine Szene entstand zur Demonstration von zeichnerischer Ergänzung von Farbauftrag. Der leichte Farbauftrag entstand als Pinselkritzelei und schaffte den Hintergrund. Mit dem Bleistift wurden ganz leicht Konturen und Silhouetten gesetzt, so dass eine Landschaft unter Wasser zu sehen war. Aus der Ferne näherte sich schon bald ein Drache. Ein freundlicher Drache, vielleicht auf der Suche nach Menschen und Tieren in Not? Sobald er sich näherte, konnte ich ihn zeichnen. Die Szene kommt fast ohne Details aus. Was angedeutet ist, wird vom Betrachter innerlich vervollständigt. Das funktioniert manchmal deutlicher, als würde man versuchen detailliert zu zeichnen.

"..."
Toaster Guy (ald)
Der Typ mit dem Toaster

Bei dieser Kritzelei entstand zuerst der Hintergrund als Kompositionsstudie bis ich entdeckte, dass im Vordergrund eine Gestalt an einem Tisch sitzt. So als wäre der Tisch in eine Nische gerückt. Auf dem Tisch ein Gegenstand, den ich nur irgendwie als Toaster erkennen kann. Mir kam zunächst die Idee eines Weltraumhelms und ich war versucht, aus der Gestalt Eric den Weltraumpiloten zu machen. Ich entschied mich dafür, die Szene so zu belassen und colorierte sie anschließend. Mir gefällt die Tür im Hintergrund, und der unausgesprochene Dialog des Typen mit seinem Toaster steht fast archetypisch für alltägliche Frühstücksbegegnungen mit Haushaltsgeräten.

Freitag, 28. Oktober 2011

Reisetiere, Zen und der Verlust der Jugend

Notizen im Sonnenlicht.
Geheimnisvolles

Nach der ersten Begegnung mit Passagieren der Travel-O-Fanten recherchierte ich nach der Designerin Claire Mux in großen und kleinen Archiven und Bibliotheken und erkundigte mich bei Wolpert&Glück. Sie entwarf noch andere kybernetische Tiere. Kleine Wegbegleiter für den Alltag wie die Schildkröte, die mächtigen Travel-O-Fanten der Überlandkarawanen und die bunten Walfamilien für Ozeanreisen.

Notizen über die Designerin Claire Mux
und die Gerüchte eines geheimen Ortes,
zu dem ihre kybernetischen Tiere eines Tages wandern werden. (ald)
Kugelschreiber und Aquarell. 

Gerüchten zufolge, sind alle ihre Tiere mit einem versteckten Navigationssystem ausgestattet, das ihnen den Zutritt zu einem geheimen Ort ermöglicht. Manche behaupten, es sei eine Art Recycling-Friedhof, andere phantasieren von großartigen Schätzen.
Die PR-Abteilung der Firma Wolpert&Glück dementierte sämtliche Gerüchte über Schätze und erklärte, dass die Tiere mit einem Peilsender ausgestattet sind, der es erlaubt, ihren Status abzurufen und sie weltweit zu lokalisieren, um gegebenenfalls Reparatur- und Bergungsarbeiten vorzunehmen. Thomas Wolpert Jr. amüsiert sich gerne über Geschichten: "Natürlich können die Tiere weltweit zurückgerufen werden, so dass an der Idee des Recycling-Friedhofs irgendwie etwas dran ist. Das einzige Geheimnis, das Claire Mux in ihren Tieren versteckt hat, ist der imaginative Zauber, der sie zu so wunderbaren Begleitern macht."

Eine kleine Schildkröte als Reisebegleiterin (ald)

Sicher ist, dass die Geschichten die Phantasie beflügeln und so manchen Reisenden als Amateur-Schatzsucher in die Wildnis geschickt haben. Ein Umstand der schon längst von Reise-Agenturen für Marketingzwecke entdeckt wurde.

 Abends unterwegs - ein Travel-O-Fant (ald)
Mir sieht er zu elefantig und zu wenig o-matisch aus.

"Lotterie zu spielen ist zwar billiger, belohnt aber nicht mit einer solch bemerkenswerten Reise-Erfahrung. Die Gewinnchancen auf den Jackpot sind dabei nahezu gleich hoch," erklärte Gunild Hobelspan von der Silberwind Reise-Agentur im Interview zu einer ihrer jüngsten Kampagnen, die sich besonders an Menschen in der Mid-Life Crisis richtet.

[Was für eine gelungene Überleitung.]

Der Verlust der Jugend

Die folgende kleine Sequenz entstand während ich über die Vergänglichkeit eines Backenzahns nachdachte, den mir Karies und Baktus, eine alte Plombe und ein Taco-Chip in verschwörerischer Zusammenarbeit zertrümmerten und der letztlich gezogen wurde.

"Youth is lost only if you think of it
as possession." (ald, 26.10.2011)
Kugelschreiber und Aquarell
im kleinen roten Notizbuch.

Die Wunde heilt, Gefühl und Geschmack sind beeinflusst. Das Sprechen ist ungewohnt, hört sich innerlich verändert an. Die Zunge muss sich neu orientieren, vermisst einen alten Mitbewohner, lernt einen neuen Umgang innerhalb ihrer Umgebung. Ob sich das aufs Denken auswirkt?

Vielleicht passt der Baum dazu mit seinem Astloch. Er wächst - und vergeht irgendwann in einer merkwürdigen Beständigkeit.

Baum. (ald)

Speedreading: Testing Elixir - Effective, and robust testing for Elixir, and its ecosystem (Andrea Leopardi, and Jeffrey Matthias, series editor: Bruce A. Tate, development editor: Jacquelyn Carter)

Testing Elixir Die späte Schnelleselektüre dauerte fünfundreißig Minuten und zwanzig Sekunden, und ich hatte sie zuvor auf fünfunddreißig Mi...