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| AutoWrite 64 - mittendrin |
Singst Du mir ein Lied?
Ich schlage mit meinem Herzen dazu den Takt.
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| AutoWrite 64 - mittendrin |
Singst Du mir ein Lied?
Ich schlage mit meinem Herzen dazu den Takt.
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| AutoWrite 63 - dass ich Dir begegnete |
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| AutoWrite 62 - Der Schlüssel |
Und was stand in den Texten dieser Dateien in Formaten mittlerweile obskurer Schreibsoftware? Und was sage ich mir mit diesem automatisch geschriebenen Text zu dieser Zeit? Spricht der Geist der vergangenen Weihnacht zu mir?
Oder der Geist der kommenden Weihnacht, denn versehentlich schrieb ich den 25. Dezember 2025 als Datum. Dann lasse ich das mal so geschrieben.
Das andere Lied ist Mel Tormés Christmas Song und wird dann vielleicht ein andermal aufgenommen.
Ich wünsche allen ein frohes, friedliches und besinnliches Weihnachtsfest!
Beim Lesen der, in den vergangenen Tagen und Nächten im Rahmen des Projekts AutoWrite, automatisch geschriebenen Texte, fiel mir auf, dass aus diesen Skizzen und Fragmenten überarbeitete Fassungen hervorgehen wollen: das Geschriebene lesen, beim Lesen den Ton mit Mikrophon aufnehmen, dann das Gehörte niederschreiben, dann den Text weiterschreiben und umschreiben.
Den Rohtext läutern und mit der ersten Fassung zueinanderstellen: dies war so geschaffen, jenes ward daraus entwickelt und erforderte die Entwicklung aus dem rohen automatisch geschriebenen.
Darin Worte und Sätze finden, die dann gesprochen werden: im Liebesgedicht, in der Beobachtung der Welt, in der Erkenntnis der eigenen Seele, bei der Heilung des zerbrochenen Leibes. Und manches wird sich für musikalische Untermalung eignen.
Das werden Rewrites von Autowrites. Die werde ich lesen und aufnehmen und auf dem YouTube-Kanal veröffentlichen.
Und dies ist ein Teil, der zu einem weiteren Projekt gehört, nämlich der Wohnzimmerausstellung.
Im zerbrochenen Schirm der Lampe lag noch ein Lichtstrahl, sich windend in den Schatten, die näher rückten und sich um ihn aufbäumten wie ein ganzer Wald.
Niemand hörte ihn schreien: Licht ist doch Verbindung! Licht ist zwischen den Dingen!
"Licht zwischen uns,
und keine Dunkelheit:
nicht, wenn wir die Augen schließen,
nicht, wenn wir schlafen.
Licht ist zwischen uns."
Du nahmst den Lichtstrahl in Deine sanften Hände, trugst ihn hütend hinauf in die obere Stube, und knüpftest ihn erst dort an die Wand mit der Rauhfastertapete, dann hinüber zum Regal mit den Büchern mit den vielen Fragen und möglichen Antworten, dann die Treppe hinunter in den Keller, von den Spinnenweben bis zu den Kellerasselwohnungen und hinaus in den Garten zwischen den Bäumen, Sträuchern, Steinchen und Blumen und brachtest ihn zu mir.
Wir hielten den Lichtstrahl gemeinsam in den Händen, webten uns eine Decke aus Wonne und Wärme, und darin wickelten wir die Welt.
autowrite rewritten
ald, 20. Dezember 2024, 22:48 Uhr
Am 11. Dezember 2024 hielt ich eine Kaffeepausenvorlesung im Eingangsbereich der Universitätsbibliothek der JLU Gießen, die im Rahmen der sog. Coffee Lectures zu Keksen, Kaffee und Tee stattfand. Der YouTube-Kanal der UB Gießen stellt alle aufgezeichneten Kaffeepausenvorlesungen zum Ansehen bereit.
Thematisch ging es um die Schreibarbeit und genauer, um die Trennung von Textarbeit und der Arbeit an Textsatz und Formatierung.
Die Vorlesung ist als Appetithäppchen gedacht. Zu Lernen gibt's daran mindestens, sich in Verkaufsgesprächen vor bestimmten Fragen, zuckerhaltigem Gebäck sowie Kaffee und Tee inachtzunehmen. Wie in solchen Zauberveranstaltungen nicht unüblich, werden angebliche Geheimnisse der Geometrie herangezogen, um die Zuschauer zu verwirren und an der Nase herumzuführen, bis ihnen als Lösung für ihre herbeiphantasierten Probleme ein lockendes Angebot unterbreitet wird. Außerdem wird behauptet, für den Textsatz sei viel mehr Zeit und Arbeitsaufwand einzuplanen, als gemein üblich, und abgeschlossen wird dieser Behauptung zum Trotz mit einer Anekdote, die offenbart, daß der Textsatz tatsächlich doch in einer Nacht handzuhaben sei.
Mir machte die Sache so jedenfalls Spaß.
Die Vorlesungsfolien wurden mit beamer unter TeXstudio erstellt, als PDF-Datei ausgegeben und diese dann für die Präsentation genutzt.
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| AutoWrite 58 - ganz |
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| AutoWrite 59 - im Blick |
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| AutoWrite 60 - nach Innen |
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| Plätzchensammlung |
Nach Mitternacht zu backen ist erstaunlich entspannend. Wie schon in der vergangenen Woche, backte ich Plätzchen.
Deren Zutaten waren mal geschätzt, mal gewogen, mal gezählt
Geknetet wurde der Teig mit der Hand, der dann etwa eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen gelassen wurde. Anschließend ging es ans Ausrollen, Austechen, Backen und Probieren.
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| AutoWrite 55 - Mondkuss |
Der ungegebene Kuss ist ein Thema, das 2010 in der musikalischen Improvisation bei der Aufnahme des Albums traurig nicht wahr in dem Stück In My Heart (I was so afraid) auftauchte.
and then you tried to kiss me
I pushed you aside
I was so afraid
I was so afraid
Was ein Kuss zu lösen vermag, las' ich eben in AutoWrite 46 - Überschwappend und freute mich über die Verbindung.
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| AutoWrite 56 - Rauhfaserhalt |
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| AutoWrite 57 - atmend |
We've met before,
we'll meet again,
and there
beyond the sea
our kisses lips
will seal,
and open streams
of light, and soul
to pour into the
ocean.
(Notiz vom 19. November 2024, ald)
Das Lied On Every Page des Albums There's no Leaving Now von The Tallest Man on Earth begleitet mich seit 2012, als ich während der Theaterproduktion von An Inspector Calls (J.B. Priestley) am englischsprachigen Keller Theatre von einem Ensemblemitglied (Danke, Jenny!) im Rahmen eines Premierengeschenks darauf aufmerksam gemacht worden war.
Und seit dem übe ich den Gesang und die Begleitung auf der Gitarre und nahm das Stück in mein Repertoire für Open Stages auf, wobei ich sowohl Tonart, Spielweise der Begleitung, als auch die Melodieführung des Gesangs und den Gebrauch der Stimme variiere. Mal passt es so, mal so in den Raum, in dem ich spiele, zu dem Instrument in meinen Händen, meiner Stimmung.
Bei Aufnahmen zu Balthasars Lied aus Shakespeares Much Ado about Nothing - für das ich ein Instrumentalstück als Begleitung spiele, das ich vor Jahren komponierte und bei kleinen Auftritten für den Soundcheck verwende - nutzte ich das bereits aufgebaute fastmobile Tonstudio für eine Aufnahme des Lieds, das mich nun so lange begleitet.
Das Foto nahm ich am 30. Januar 2022 auf. Die Tonaufnahme entstand am 6. November 2024.
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| AutoWrite 52 - der Morgen |
Zeit, automatisch zu schreiben und Skizzen zu sammeln. Herbstzeit ist Sammelzeit. Automatisch geschriebene Texte werden beim AutoWriteprojekt in einem Texteditor ohne Korrekturen verfasst. Eine Innenschau, die möglichst direkt aufgeschrieben wird und dann beim Lesen wirkt und vervollständigt wird. In der Vorstellung gibt es keine Schreibfehler mehr.
Weitergehen, weitersingen.
Weiter.
Aufgenommen am 14. Juni 2023 mit 'nem Smartphone. Seitdem ging ich weiter.
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| Laubharken vom 4. Oktober 2024 (ald) |
Laubharken ist der seltsame Versuch, eine Ordnung zu schaffen, die im Wind der Jahreszeiten alsbald wieder zerfällt. Ein Spiel mit dem Wandel, an dem sich kurzzeitig erfreut wird, der Bewegungstanz mit dem Rechen erfrischend und die Ruhe genugtuend wirken. Dann weht der Wind und der Tanz kann von neuem beginnen.
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| 305 |
Danke.
Der diesjährige Fluss mit Flair steht unter dem Motto Mut und findet am 7. Juli 2024 von 11 Uhr bis 19 Uhr auf der Lonystraße und der Löberstraße in Gießen statt.
Mut. Schwermut, Sanftmut, Armut, Hochmut, Unmut, Gutmütigkeit, der Mut zum forschenden Gestalten, der Mut zur Vergebung. Stimmungen, Verstimmungen, Stolpern, Scheitern, Weitergehen.
Ich werde ausgewählte Arbeiten aus meiner Biographiefragmentmanufaktur präsentieren, das sind Selbstportraits, automatisch geschriebene Textfragmente, Skizzen, Studien, Illustrationen. Ich danke für die vorbereitende Untersützung bei Transport und Aufbau!
Der Künstler testet immer. Jeder Blick ist ein prüfender, jedes Element wird in den Zusammenhang des Gesamtwerks und möglicher Präsentationsorte gestellt. Formale Studien werden gesammelt, für spätere Projekte wiederverwendet, Lösungen konkreter Probleme und künstlerischer Fragestellungen abstrahiert. Die künstlerische Arbeit ist immer diskursiv, wirkt im Alltag, erfordert Abstand, Perspektivwechsel, Diskussion. Sie ist Werkstattarbeit und damit, Heldengeschichten zum Trotz, Ensemblearbeit. Sie erfordert Routine, stetige Optimierung von Routinen, Werkzeugepflege, Werkzeugherstellung, auch Adaption neuer Werkzeuge und Arbeitsprozesse. Sie bedarf einer kritisch-rationalen Betrachtung der Verwendung ihrer Ergebnisse und Werke.
Die Stichpunktlebensgeschichte, diese seltsame Textform, wird zur Erzählung über den Lebensweg eines Menschen durch die Welt. Die Auswahl der Ereignisse, Begegnungen und Erfahrungen hängt vom Erzählkontext, den Zuhörern, oft von der Laune des Erzählers ab. Die Erzählung und was vermittelt von ihren Zuhörern weiter- und nacherzählt wird, ist dem tatsächlichen Leben selten angemessen. Hier wird übertrieben, dort ausgelassen. Einer verdreht, der andere biegt. Wie die Ereignisse und Handlungen aller Beteiligten tatsächlich zusammenwirkten, bleibt unerzählt; aber dass diese verwobenen Zusammenhänge existieren, muss heilsam aufgezeigt werden. So brüllte Inspector Goole in J.B. Priestleys An Inspector Calls seine wachrüttelnde Stoprede: „We don‘t live alone. […] We are responsible for each other.“
Es rettet dich nur die Hand, die dich packt und aus der Grube zieht, nicht die, die winkt und sagt: Ich will dir alles Gute.
Wer sich, wie Münchhausen, am eigenen Zopfe selbst aus der Grube heben musste, wird sich hernach vor die Entscheidung stellen, anderen die Überwindung der Hürden zu erleichtern, die er selbst schon bezwingen konnte.
Das ist der unstetige Fortschritt des Menschen, dass das nächste Scheitern auf höherem Niveau gelingt.
„Your life is your life. Don‘t let it be clubbed into dank submission.“
(Charles Bukowski, The Laughing Heart)
Open source fantasy roleplaying with basicfantasy.org Für die deutsche Übersetzung der 3. Edition (OGL) von Chris Gonnermans Basic Fantasy ...