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Montag, 6. Juli 2026

Speedreading: The creative act - A way of being (Rick Rubin)

The creative act

Die Montagsschnelleselektürelesedauer schätzte ich auf fünfunddreißig Minuten und zweiundzwanzig Sekunden und schätzte dabei sechs Minuten und dreizehn Sekunden zu wenig.

Freitag, 3. Juli 2026

Speedreading: Nurtured by Love (鈴木 鎮一 Shin'ichi Suzuki)

Nurtured by Love

Die Schnelleselektüre am Freitag schätzte ich auf eine Lesedauer von zwanzig Minuten, brauchte neunundzwanzig Minuten und achtundvierzig Sekunden und werde das Buch nocheinmal in Ruhe lesen.

Dienstag, 14. Januar 2025

der Wandel zum Schmetterling

der Wandel zum Schmetterling, ald, 14. Januar 2025
Da sind Projekte und Arbeiten, die zum Erfolg geführt werden wollen, und damit ist ein Abschluß gemeint: Sie werden erfolgt sein. So ist der Wandel.

Von der Raupe zum Kokon zum Schmetterling sei als Bild für den Wandel verstanden.

Nun sind wir keine Raupen, die zu Schmetterlingen werden, wir sind Menschen und werden herausfinden müssen, wo wir herkommen, wo wir sind und wo wir hingehen werden. Wandelnd.

Wandelnd schreiben, malen, singen und allerlei miteinander und allein.

Bei aller Ablenkung die Ruhe finden in der einfachen Zeichnung, mit der Geschichten erzählt werden wollen.

Sonntag, 12. Januar 2025

AutoWrite 66 - alles richtigmachen

AutoWrite 66 - alles richtig machen, ald, 12. Januar 2025
Nach gefühlt siebenundzwanzigtausend Aufnahmen von Interpretationen zu Melody Gardots Our love is easy ein AutoWrite zum Beimerstenmalallesrichtigmachenwollen.

Das gelingt meist nicht. Also, wiederholen. Miteinander üben. Immer wieder, bis es uns gelingt. Bis wir es verstehen und können. Wissenschaft und Kunst. Und dabei Liebe.

Sonntag, 7. Juli 2024

Stand 305 - Fluss mit Flair 2024

305

Danke an alle Besucherinnen und Besucher (u.a. Annika, Arne und Friedolin, Bettina, Chris, Dagmar, Daniel, Insa, Linda mit Max, Linus und Tim, Liz, Lothar, Marion, Marty, Nicole, Rose, Simon, Stephi) für die Gespräche und Begegnungen! Danke an Barbara, Canan, Daniel mit Hund, Liz, Luna, Marina, Ulla für Eure Rückmeldungen, und Euch viel Freude an den Bildern! (Daniel mit Hund, die Kopien der beiden Zeichnungen werde ich Dir zum trafo bringen.) Danke an Fred und Artur für die Unterstützung bei Transport, Auf- und Abbau! Danke an Jenny von nebenan. Es war ein schöner Tag mit Euch!

Danke.

Samstag, 6. Juli 2024

Mut. - Fluss mit Flair 2024 in Gießen

 

Der diesjährige Fluss mit Flair steht unter dem Motto Mut und findet am 7. Juli 2024 von 11 Uhr bis 19 Uhr auf der Lonystraße und der Löberstraße in Gießen statt. 

Mut. Schwermut, Sanftmut, Armut, Hochmut, Unmut, Gutmütigkeit, der Mut zum forschenden Gestalten, der Mut zur Vergebung. Stimmungen, Verstimmungen, Stolpern, Scheitern, Weitergehen.

Ich werde ausgewählte Arbeiten aus meiner Biographiefragmentmanufaktur präsentieren, das sind Selbstportraits, automatisch geschriebene Textfragmente, Skizzen, Studien, Illustrationen. Ich danke für die vorbereitende Untersützung bei Transport und Aufbau!

Der Künstler testet immer. Jeder Blick ist ein prüfender, jedes Element wird in den Zusammenhang des Gesamtwerks und möglicher Präsentationsorte gestellt. Formale Studien werden gesammelt, für spätere Projekte wiederverwendet, Lösungen konkreter Probleme und künstlerischer Fragestellungen abstrahiert. Die künstlerische Arbeit ist immer diskursiv, wirkt im Alltag, erfordert Abstand, Perspektivwechsel, Diskussion. Sie ist Werkstattarbeit und damit, Heldengeschichten zum Trotz, Ensemblearbeit. Sie erfordert Routine, stetige Optimierung von Routinen, Werkzeugepflege, Werkzeugherstellung, auch Adaption neuer Werkzeuge und Arbeitsprozesse. Sie bedarf einer kritisch-rationalen Betrachtung der Verwendung ihrer Ergebnisse und Werke.

Die Stichpunktlebensgeschichte, diese seltsame Textform, wird zur Erzählung über den Lebensweg eines Menschen durch die Welt. Die Auswahl der Ereignisse, Begegnungen und Erfahrungen hängt vom Erzählkontext, den Zuhörern, oft von der Laune des Erzählers ab. Die Erzählung und was vermittelt von ihren Zuhörern weiter- und nacherzählt wird, ist dem tatsächlichen Leben selten angemessen. Hier wird übertrieben, dort ausgelassen. Einer verdreht, der andere biegt. Wie die Ereignisse und Handlungen aller Beteiligten tatsächlich zusammenwirkten, bleibt  unerzählt; aber dass diese verwobenen Zusammenhänge existieren, muss heilsam aufgezeigt werden. So brüllte Inspector Goole in J.B. Priestleys An Inspector Calls seine wachrüttelnde Stoprede: „We don‘t live alone. […] We are responsible for each other.“

Es rettet dich nur die Hand, die dich packt und aus der Grube zieht, nicht die, die winkt und sagt: Ich will dir alles Gute.

Wer sich, wie Münchhausen, am eigenen Zopfe selbst aus der Grube heben musste, wird sich hernach vor die Entscheidung stellen, anderen die Überwindung der Hürden zu erleichtern, die er selbst schon bezwingen konnte.

Das ist der unstetige Fortschritt des Menschen, dass das nächste Scheitern auf höherem Niveau gelingt.

„Your life is your life. Don‘t let it be clubbed into dank submission.“
(Charles Bukowski, The Laughing Heart)

Dienstag, 17. Januar 2023

Blogzusammenführung

Heute führte ich meine Blogs Kein Künstler und Mad-Kyndalanth, die seit 2018 im unveröffentlichten Zustand lagen, mit diesem Blog zusammen. Die Artikel der beiden Blogs werden nach und nach gesichtet, bearbeitet und dann veröffentlicht. Textarbeit.

Update 18.01.2023: Die meisten der über siebenhundert Artikel wurden gesichtet, manche ausgewählt und bearbeitet (Korrektur von Hyperlinks usw.) und dann veröffentlicht. Das Blogarchiv reicht damit bis 2005 zurück. Manche Artikel werden zu späterem Zeitpunkt eingepflegt, andere bleiben unveröffentlicht. Im kurzlebigen Internet sind Webseitenempfehlungen von vor ein paar Jahren nicht mehr relevant.

Sonntag, 11. September 2022

Meisterschaft

Was ist der Preis für die Meisterschaft?
Anstrengung,
Mühe,
Entbehrung.

Was ist die Meisterschaft?
Freude an der Anstrengung,
Mühe,
Entbehrung.

(ald, 11.09.2022)

Montag, 6. Juni 2022

Wie die Phoenizier aus der Asche

 Meine Tätigkeit als Blogger begann 2005 mit Notizen über (Netz-)Kunst, Musik, Konzertberichten sowie viel Unsinn und Ausschnitten eigener künstlerischer, musikalischer und literarischer Arbeiten und wurde bis 2018 fortgeführt.

Kürzlich beschloss ich, das Bloggen als Veröffentlichungsweise kurzer Notizen über u.a. Kunst, Musik, Softwareentwicklung und Philosophie wieder aufzunehmen.

Licht an!

Montag, 9. November 2015

Gitarrendekoration - mehr aus Filz

Wohlfühlgitarre.

Ein Nachmittagsprojekt, das ich seit einer Weile geplant hatte, setzte ich vor wenigen Tagen um: ein Filzschlagbrett für meine Shark by Bach Guitars Minimal SG. Der verwendete Wollfilz hat dabei vor allem die Funktion der Dekoration und des haptischen Wohlfühlens, ähnlich wie bei dem bereits vorgestellten croon papillon E-Bass.
Die E-Gitarre ist ein Dödelhaie-Modell, das bei der tcheschischen Firma Bach Guitars gefertigt wurde. Die Dödelhaie sind eine Duisburger Punkband. Ich kann jetzt nicht behaupten, musikalisch besonders punkgebildet zu sein, aber immerhin las ich gerne Jackie Niebischs Kleenen Punker aus Berlin und höre gelegentlich Die Ärzte und Knorkator (Wie? Die zählen nicht?).

Die Gitarre ist reduziert auf einen Stegtonabnehmer und einen Lautstärkeregler. Den mitgelieferten Tonabnehmer ersetzte ich durch einen aktiven EMG 85. Die für den Betrieb nötige 9V-Batterie passt genau in das kleine Elektronikfach und lässt sich schnell auswechseln.

Doublecut.

Die Gitarre ist angenehm leicht, hat eine gibsontypische Mensur und ist kopflastig, d.h., sie verrutscht entsprechend, wenn man im Stehen spielt und die Greifhand vom Hals nimmt. Das lässt sich durch Haltung und Spieltechnik weitgehend vermeiden. Als kleine Unterstützung setzte ich einen Filzrest auf die Rückseite der Gitarre, um die Reibung zu erhöhen und die Gitarre so zu stabilisieren.

 Wollfilz.

Der Gurt ist an den Gurtpins mit kleinen Gummiringen arretiert. Die sind günstiger als Gurtschlosskonstruktionen und machen keine Geräusche. Neben der Holzeule ist ein Lederetui für Gitarrenplektren befestigt. Ich spiel zwar hauptsächlich mit den Fingern, aber wenn man mal ein Plektrum braucht, ist eines in Reichweite.
Die Gitarre fand bei den vergangenen Hamburch-Berlin-Auftritten Anwendung und ist im Alltag ein pflegeleichtes Instrument. Die Reduktion auf einen Stegtonabnehmer ohne Höhenblende forderte die Verbesserung meiner Fingerstyle-Spielweise, gezieltes Dämpfen der Saiten und passende Einstellung am Verstärker. Allein wegen des spielerischen Fortschritts bin ich für dieses Instrument dankbar. Danke, daher, an den Dödelhai-Gitarristen, der mir den Tip für die Gitarre gab!

Kleener Hund.

Warum die Tiere? Ich mag Elefanten und Hunde. Die Eule trug ich jahrelang als Schlüsselanhänger. Eulen mag ich auch. (Und in diesem Fall ist es keine Twin Peaks-Anspielung, so wie auch die Verwendung von Filz kein Beuys-Zitat ist. Aber diese Anmerkung knüpft die Verbindung zu beiden... verrückt, wa?)
Das Filz schnitt ich frei Hand mit Messer und Schere, befestigte die Knöpfe und nähte eine Schmucknaht ein. Als Soundtrack lief dazu Miles Davis Blue Moods, John Coltrane with the Red Garland Trio Traneing In und Count Basie and His Orchestra April in Paris sowie eine Deep Purple Anthology. So viel zum Punk.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Rattenleben

Eine kleine Rattenstudie mit Krita und Wacom Intuos.

Montag, 30. Dezember 2013

Künstler bei der Arbeit

Kugelschreiber auf gelbem Papier und in grünem Notizbuch. (ald)
Ein neues kleines gelbes Notizbuch, samt blauem Knetradiergummi,
wartet auf zeichnerische Studien (29.12.2013).
Werkzeug und Studien
'So sieht der Künstler bei der Arbeit aus,' behaupten manche, 'träumend.' Und sie verwechseln dabei das Bild vom Künstler mit dem arbeitenden Künstler.

'Künstler können dies und das!'
'Das kann ich aber auch!'
'Das kann ja jeder!'
Das alles ist leicht gesagt.

Bei der Skizze mit den drei Personen steht: "Geh mit dem Hund raus. Koch dein Essen. Üben, üben, üben."
Das ist der Alltag des Künstlers: Üben, Studien anfertigen, künstlerische Lösungen zu verschiedenen Problemen suchen und testen. Und wie andere auch: mit dem Hund rausgehen, Essen kochen.
Wer Meister werden will, der muss üben.
Wer mit dem Hund raus geht, wird ein Mit-dem-Hund-Rausgeher.
Wer kocht, wird ein Kochender.
Aber um das Mit-dem-Hund-Rausgehen und das Kochen zur Meisterschaft zu bringen, also eine Kunst daraus zu machen, muss man üben, üben, üben und Studien anfertigen. Welche Hunderunden gestalten sich wie? Wo will der Hund lang? Wo ich? Was tut uns gut? Wie vermeidet man Ärger mit den Joggern? Wer darf den Hund streicheln? Wann gibt es Hundekekse? Was bedeutet Kochen? Warum brät man manche Sachen, warum wird anderes gegart? Wie führt man ein Kochbuch mit Kochexperimenten? Warum sollte man Rezepte kopieren, d.h. nachahmen und verändern? Was schmeckt mir und warum? Wie kann ich meinen Geschmack verändern und verbessern? Was tut meinem Körper gut? Was passiert eigentlich beim Essen und bei der Nährstoffaufnahme? Warum verwechsle ich das Völlegefühl mit satt und genährt sein?
Das sind doch wichtige Fragen.

Die Skizzen sind Spuren des arbeitenden Künstlers, seine Versuche und Antworten und immer neue Fragen.
Wer träumt, ist ein Träumer.

Dienstag, 8. Oktober 2013

Dienstag, 27. August 2013

Das Haus der Liebe in Gießen

Die Tür stand gerade offen, da hat man das Haus darum entfernt.

Nachdem Gießens beliebtes Abrisshaus entfernt wurde, häufen sich die Kopien des Liebe-Schriftzugs. Ähnliche Farben, andere Schrifttypen usw. Hauptsache irgendwo steht Liebe.
Mir gefällt der Gedanke, dass die Tür offen stand, als das Haus darum herum entfernt wurde. Das Portal bleibt also.

Montag, 12. August 2013

The Muse of Bitterness & Joy - Telecaster EMG 85 Bridge/Neck

 
Meine erste Bastelcaster.

Ohne große Worte

Meine Selbstbaubasteltelecaster mit der Muse auf der Rückseite hat zwei EMG 85 Tonabnehmer mitsamt neuer Brücke und Schlagbrett bekommen. Die Locking-Mechaniken wurden durch einfache geschlitzte Mechaniken ersetzt, die mir besser gefallen, weil keine pieksenden Saitenenden überstehen.


Hier ist die Muse noch mit dem Rockinger Blade Screamer zu hören

Die optimale Halseinstellung und Saitenlage werden noch gefunden. Das war bei der Gitarre nie so leicht, weshalb mich die Beschäftigung mit dem Instrument - neben den passiven Tonabnehmern - auch ständig nervte.
Die Erweiterung der Tonabnehmerfräsung erfolgte mit Beitel und Hammer. Mit anderem Werkzeug und einer Werkstatt würde mir das Gitarrebasteln möglicherweise mehr Spaß machen. Wie dem auch sei, jedenfalls habe ich beim Arbeiten mit dem Holz dazugelernt und werde mich nach meiner Seifenschnitzerei an die Schnitzerei mit Holz wagen.

'The Muse of Bitterness and Joy'
Ölfarbe auf Gitarrenkorpus
Teil eines 'Triptychons' aus Gedicht, Gitarre und Leinwand.
Gothic Blues

Mit ihr sollte Metal und Gothic Blues gespielt werden. Stattdessen wurde etwas balladige Rockmusik draus. Ist ja eh alles dasselbe. Schlager eben.

'Verdrehter' Pickupschalter und das Tonepoti des Todes.

Dienstag, 14. Mai 2013

croon papillon bass (Ken Rose STB 5004 mit Filz-Pickguard)

Es sind noch ein paar Nacharbeiten nötig.
Der croon papillon Bass.

Ohne große Worte

Mich hatte die Idee gepackt, ein Schlagbrett für den Ken Rose STB 5004 (hier noch ohne Schlagbrett) aus Filz zu basteln, anstatt ein Kunststoffschlagbrett zu nehmen. Der Hauptgrund dafür war, dass mir das Werkzeug fehlt, um Kunststoffschlagbretter zu bearbeiten (und die Geduld.) Schief nähen und schneiden kann ich dagegen auch mit Bastelschere und Nähnadel. Bunte Knöpfe sind auch schick.
Ursprünglich dachte ich daran, noch einen Schmetterling zu nähen, dafür reichte das Nähgarn allerdings nicht mehr.
Und so wie ich mich kenne, bleibt der Bass erstmal so. Neue Saiten kommen noch drauf.

Den guten dicken Filz habe ich von der Lieblingstante aus Gießen. Die schönen bunten Knöpfe (auch den mit dem Schmetterling) habe ich von Hilde braucht Stoff, ebenfalls aus Gießen.

Ich habe eine Vorzeichnung gemacht und dann zunächst die Tonabnehmeröffnung ausgeschnitten. Danach ging es frei Hand mit Schere und Nähnadel. Ein paar Schrauben, um das Schlagbrett in Position zu halten. Und nun fehlen noch ein paar Nacharbeiten um den Tonabnehmer herum.

Der Bass spielt sich wunderbar, ist im Klang präsent (jedenfalls nicht abwesend) und wiegt erstaunlich wenig. Aufnahmen folgen.

Bunt, Holz, Filz, Messing und ein EMG DC40 als 
Stegtonabnehmer

In mir - zwischen Text und Vorstellung


'Es ist nur Kritzelei mit etwas Farbe, doch in meiner Vorstellung glitzert die Sonne auf dem Wasser, das Schiff schaukelt sanft in den Wellen, die Vögel umkreisen einander, die Wolken formen sich im Wind.
Es ist wie ein Text, der Landschaft beschreibt. Schwarze Buchstaben auf Papier, aber in meiner Vorstellung eine Welt.' (ald 20.12.2012)

Und so ist es mit Musik.


Mittwoch, 10. April 2013

Seifenkunst - Schnitzerei und Rezeptionsweisen

Seifenkopf (ald)
Ein Stück Seife für ca. 30 Cent, eine Radiernadel
und etwas mehr als eine Stunde Schnitzerei

Saubere Kunst

Das Material ist günstig, lässt sich leichter bearbeiten als Speckstein und man kann sich mit der Seifenspäne anschließend die Hände waschen.
Ob es sich dabei um Gebrauchskunst handelt, hängt vom Rezipienten ab bzw. der Rezeptionsweise.

Wie rezipiert man Seife?

Man dürfte sich im Allgemeinen darüber einig werden, dass es (als ein Merkmal unter mehreren) zur Rezeptionsweise von Bildern gehört, dass sie, an die Wand gehängt, betrachtet werden. Plastiken werden umgangen und betrachtet.
Zur Verwendung von Seife gehört es, sie in die Hände zu nehmen und sich damit und Wasser zu waschen.
Wird nun eine Figur aus der Seife geschnitzt, ist es dann angemessener, sie zu betrachten oder sie als Stück Seife zu gebrauchen?
Verliert die Seife ein Teil ihrer Eigenheit, ihre Seifigkeit, wenn sie von Rezipienten, die in ihr das geschnitzte Kunstwerk sehen, nicht als Seife verwendet werden? Wenn sie nicht mehr das Material sehen wollen, sondern die Idee des künstlerischen Entwurfs und die Gestaltung und Ausführung, vielleicht sogar eine Bedeutung, die dem Objekt zugesprochen wird? Sie werden dazu neigen, die Seife unantastbar zu machen, einem Merkmal, das für die meisten Kunstwerke gilt: Sie sind nur für eure Augen bestimmt. Damit werden sie der unmittelbaren Erfahrung durch jegliche Rezipienten entzogen. Eine Ausnahme gibt es nur für wenige Auserwählte, die die Stücke zu ihrem Platz tragen, Geschichten darüber vortragen und andere davon abhalten, sich zu nähern.
Das Kunstwerk wird heilig.

Wenn ich den Seifenkopf einem Händewäscher schenke und er sich damit wäscht, beschwert sich der Rezipient, der darin Kunst sieht, dass das Kunstwerk entweiht würde.
Wenn der Rezipient und Freund von Seifenkunst, die Stücke sammelte und ausstellte,  würde sich der Händewäscher ärgern, dass er sie nicht benutzen dürfte.
Mich als Künstler interessiert es auch,  die Rezeption dieser Seifenkunst zu beobachten: Wie geht denn ein Händewäscher im inszenierten alltäglichen Kontext einer Museumstoilette mit der Seifenkunst um? 

Vielleicht erschreckt sich manch ein Rezipient und Bewahrer von Seifenkunst und fürchtet um die Stücke.

Aber keine Angst.

Die Realität weist uns nüchtern darauf hin, dass Seife auf Museumstoiletten sowieso nicht gebraucht wird. Schon gar keine Seifenstücke und zwar deshalb:
Weil die Toilettengänger keine Seife verwenden wollen, die schon durch die dreckigen Hände unzähliger anderer Besucher gegangen ist.

Seifenkunst wird also nirgendwo so sicher als unantastbare Kunst rezipiert, wie in ihrem alltäglichen Kontext - auf einer öffentlichen Toilette.

Vielleicht sollte ich ein Projekt daraus machen. Auftragsarbeiten auf Anfrage.

*Natürlich ist das alles Quatsch. Niemand interessiert sich für Seifenkunst, es gibt keine auserwählten Bewahrer heiliger Seifenstücke und Seife wird selbstverständlich auch auf öffentlichen Toiletten und Toiletten von FastFood-Restaurants verwendet. Merkt man ja daran, dass sie immer fehlt.

Freitag, 11. Januar 2013

Wieder mit Grafiktablett

Schüssel auf dem Kopf.
Kritzelei mit Wacom Intuos5 M

Wieder Werkzeug, wieder Bilder

Ich weiß schon garnicht mehr, wann ich die letzte Zeichnung mit Grafiktablett angefertigt hatte. Jedenfalls habe ich jetzt ein eigenes Wacom Intuos5 M (Pen only) und freue mich auf Kritzeleien und Allerlei. Dank Grafiktablett konnte ich auch alle meine Rekorde bei Mahjongg unter Ubuntu brechen. Aber das nur am Rande.

Speedreading: Testing Elixir - Effective, and robust testing for Elixir, and its ecosystem (Andrea Leopardi, and Jeffrey Matthias, series editor: Bruce A. Tate, development editor: Jacquelyn Carter)

Testing Elixir Die späte Schnelleselektüre dauerte fünfundreißig Minuten und zwanzig Sekunden, und ich hatte sie zuvor auf fünfunddreißig Mi...