Sonne und Werkzeug. Notizbuch, Kugelschreiber, Etui,
Aquarellkasten, E-Gitarre und eine Wolldecke.
Weiterzeichnen
Anschließend an das Kunstwochenende fanden mehrere spontane Treffen zum gemeinsamen Zeichnen statt. Es wurde gekritzelt, gezeichnet, geknetet und ein kurzer Stop-Motion-Horrorfilm animiert, der sich zur Zeit in der Post-Production-Phase befindet und hoffentlich noch pünktlich zu
Helloween zu sehen sein wird.
Ich selbst entdeckte die Farben neu und kramte meinen kleinen
Aquarellkasten für unterwegs aus meinem Kunstkoffer hervor. Auf dem 12-Farben-Set steht "Van Gogh" drauf und solange ich mir beim Zeichnen kein Ohr abschneiden muss, um etwas aufs Papier zu bringen... (Ich weiß, ein Künstlerwitz mit elendigem Bart.) ..., bin ich mit der überschaubaren Farbpalette zufrieden. Immerhin passen Notizbuch und Farben bequem in die Jackentasche.
Kleine Kompositionsstudien vom 17.10.2011 (ald)
Kugelschreiber und Aquarell im kleinen roten Notizbuch.
Seminarnotizen
Meine kleinen Notizbücher sind ständige Begleiter. Wer die Vorzüge kleiner Notizbücher noch nicht kennt, kann sich
in diesem Beitrag informieren. Nicht nur bei Spaziergängen, Café-Besuchen und in den Nächten zuhause, auch in Uni-Seminaren sammle ich Gedanken und Kritzeleien.
Gekritzelte Kompositionsstudien und Landschaft (ald)
Kugelschreiber und Aquarell.
Die kleinen Studien zu den
fliegenden Objekten im Weltall hatte ich bereits erwähnt. Nachdem ich diese hier im Seminar angefertigt hatte, colorierte ich sie anschließend mit Aquarellfarben.
Von der Idee, Scans anzufertigen und die Coloration per Grafiktablett am Computer vorzunehmen, habe ich für's erste Abstand genommen, da mir dazu offensichtlich die Routine fehlt. Und ein brauchbares Grafiktablett...
Wenn ich es mir recht überlege, dann mag ich dieses vertraute Gefühl, Notizbuch und Aquarellkasten in der Innentasche meiner Lederjacke herumzutragen. Analog statt digital.
Wie fühlt sich ein Tablet-PC für die
digitale Zeichnung an? Die Veröffentlichung im Netz einen Klick nach dem Fertigstellen der Arbeit oder gar in
real-time während andere Nutzer im Netz die Entstehung der Arbeit beobachten?
Ich weiß es noch nicht. Bin aber gespannt ...
Gekritzelte Kompositionsstudien (ald)
Kugelschreiber und Aquarell.
Diese kleinen Kompositionsstudien, die ich nun seit Jahren kritzele, verdichten sich immer mehr zu konzeptioneller Arbeit. Gedankliche Konstrukte zu Papier gebracht.
Spuren - von künstlerischen Gehversuchen.
Aufklärung.
"Sie hängt als Luftballon an einem Stein
und wird hin und wieder geworfen.
Doch trifft der Stein, nicht der Ballon." (ald)
AufklärungsversucheDie kleine Kritzelei kam mir in einem Seminar in den Sinn. Zuerst war da der Ballon, dann die Aufschrift, dann der Stein und wenige Momente später schrieb ich unbedacht den kleinen Text. Der Seminartitel lautet "Identität und Ideologie - Musik und die Dialektik der Aufklärung". Welche Interpretationen von Text und Zeichnung plausibel sein mögen, es ist eine Kritzelei und hat ihre Gültigkeit und Bedeutung von meiner Seite nur in diesem Kontext.
Figurenkritzeleien, Portrait, Akt und Strandszene vom 20.10.2011 (ald)
Kugelschreiber und Aquarell.
Bilderbuchillustrationen
Die Bilderbucharbeit lässt mich nicht los. Die Figuren rufen aus den Zeichnungen und wollen ihre Geschichten erzählen. Drachen und Ritter und schöne Frauen, wie diese Nackte am Strand. Daneben ein fast geordnetes Durcheinander, das ich mir gerne vergrößert aufhängen würde. Für eine Weile zur Betrachtung.
Weiblicher Akt am Strand und Komposition ohne Titel (ald)
Das fiktive Portrait blieb solange noch ungegenständliche Kritzelei bis ich Mund und Unterkiefer erkannt und die Farben verwendete, um das Gesicht einzurahmen. Als, auf dieser kleinen Studie aufbauenden, Aufgabe gilt es nun, ein Portrait einer tatsächlichen Person in dieser Art anzufertigen.
Fiktives Portrait (ald)
Kleine gekritzelte Figuren waren auch Thema des Kunstworkshops. Das Auge sollte Kritzeleien überprüfen und entscheiden, was es braucht, um eine Figur zu erkennen. Es ist schon bemerkenswert, wie viel Ausdruck (Körperhaltung und Gestik) in solch Kritzelei interpretiert werden.
Manchmal fehlt nur etwas Farbe, ein Titel und schon lassen sich kleine Dialogszenen dazu erdichten.
Strandszene - Hund mit Pärchen (ald)
Wie das eben so ist. Passende Dialoge kann sich
jeder Hundebesitzer selbst denken.
Eine Phantasiereise auf Travel-O-Fanten
Aus der Kritzelei sollte eine Landschaft entstehen, weshalb ich das Querformat wählte. Ich wollte eine Landschaftszene erforschen und arbeitete sowohl in der Ferne als auch am Vordergrund bis ich kleine Figuren entdeckte und große merkwürdige Wesen, die wie riesige Elefanten wirkten. Ich erinnerte mich an die Olifanten (
oliphaunts), die Samwise Gamgee in so großes Staunen versetzten und ihm sicherlich einen gehörigen Schrecken einjagten.
Die Elefantenwesen, denen ich begegnete, waren anderer Art. "
Karawane der Travel-O-Fanten" hörte ich eine der kleinen Gestalten sagen und dann wusste ich womit ich es zu tun hatte.
Bilderbuchszene - Karawane der Travel-O-Fanten (ald)
Was sind Travel-O-Fanten?
"Sie wollen die Wüste der staubigen Ruinen Westlands durchqueren oder in den farbenfrohen Urwäldern der Sonnenschluchten auf die Suche nach den sagenumwobenen Steinen der Erleuchtung gehen? Sie sind abenteuerlich veranlagt und spüren tief in Ihrem Innern, dass sie in Ihrem Leben noch Großes sehen und bewegen werden? Dann buchen Sie eine unvergessliche Reise mit unseren luxuriösen Travel-O-Fanten!"(Aus einer Reisebroschüre der Silberwind Reise-Agentur)
Travel-O-Fant (pl -en)
1. Kybernetisch-Hybride Lebensform in Anlehnung an die Art der Elefanten. Die von der Designerin
Claire Mux entworfenen T. sind als Reise- und Lasttiere gedacht und bieten durch ihren geräumigen Innenbereich, luxuriöse Einrichtung und hochwertige Technologie sowohl Reisekomfort als auch besondere Sicherheit auch in Gefahrenzonen. Mit einer Schulterhöhe von bis zu 17m zählen sie zur Transportklasse B und ihre Piloten benötigen die Lizenz B-TOF bzw. B-TOF-P für den Transport von mehr als 7 Personen.
2. Eingetragene Marke der Firma
Wolpert&Glück.
Wenn Jobs und Uni-Seminare nicht anstünden, ich würde eine Reise mit der Karawane der Travel-O-Fanten antreten. Nun, wer selbst nicht reist, muss sich erzählen lassen. Vielleicht ist gerade jetzt die richtige Zeit dafür, die kleinen Figuren nach ihren Erlebnissen zu fragen. Wer weiß? Vielleicht berichtet mir der eine oder die andere von seltsamen Ereignissen, wunderbaren Begegnungen oder aufregenden Abenteuern?