Montag, 25. Juni 2007

AutoWrite 16

5 Kommentare:

  1. Ich frage mich gerade, was der literarische Wert von "AutoWrite" ist? ... Oder anders gefragt, welchen literarisch-künstlerischen Sinn/Wert/Wasauchimmer hat es, wenn du die Texte, die auf deinem Rechner fast wie von selbst entstanden sind, in einem "Autowrite-Format" ins Netz stellst anstatt sie als puren Text auf deinem Blog im Normaloblogformat zu veröffentlichen? Ich weiß, ich bin kein Künstler, sonst würde ich die Frage nicht stellen... Oder ist es anmaßend von mir, mich als "kein Künstler" zu bezeichen - wo es doch nur einen wahren kein Künstler gibt?

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  2. Stört Dich, dass sie nicht im Textformat stehen?

    Das AutoWrite-Projekt ist sowohl Skizzensammlung, als auch Dokumentation eines relativ transparenten Produktionsprozesses:

    Ich öffne den Text-Editor, ziehe das Editorfenster auf eine gewünschte Größe und schreibe drauf los. Manchmal ganz wild, manchmal ein wenig zögerlich. Schreibfehler, Absätze und dergleichen bleiben unverändert. Am Ende speichere ich die Datei im .txt-Format und mache einen Screenshot (Druck-Taste), den ich dann mit GIMP zurechtschneide. Der Bildausschnitt mit dem Editorfenster wird dann als .jpg oder neuerdings als .png gespeichert.

    Der Screenshot hat den Vorteil, dass ein Leser genaus das zu sehen bekommt, was ich am Ende des Schreibens auch zu sehen hatte. Jedenfalls den gewählten Bildausschnitt.

    Würde ich den Text als Text auf dem Blog veröffentlichen, würde man den Quatsch zwar irgendwann über Google finden, aber die Formatierung ginge verloren und der Text könnte aus dem Zusammenhang gerissen oder zerstückelt werden. Ui! ;o)

    Die AutoWrite Screenshots sammle ich auch und werde sie beizeiten irgendwo anders veröffentlichen.

    Das hat im übrigen nichts mit Künstler/Kein Künstler zu tun.
    Ich habe mich für einen bestimmten Arbeitsprozess entschieden, der mir gefällt.
    Ich mag die Editor-Fensterchen. Die haben sowas Schlichtes an sich.

    Der literarische Wert der AutoWrite-Skizzen besteht für mich darin: dass ich durch das automatische Schreiben (wie auch durch das zeichnerische oder musikalisch Skizzieren) etwas produziere, das durch zögerliche Reflexion so möglicherweise nicht entstehen würde.
    Die so entstandenen Skizzen dienen mir als Studienmaterial und als Fragmente zur Weiterbearbeitung. Mitunter gefällt mir nichts oder nur ein einzelner Satz in einem ganzen AutoWrite, oder eine Idee oder eine Assoziation, die ich beim Lesen der Skizze habe und arbeite dann damit weiter.
    Die Skizzen, auch wenn sie beendet sind, sind selbsst noch Teil in einem kreativen Arbeitsprozess.

    Für andere mag das alles unerheblich sein. Aber ich mach das ja auch für mich und lasse durch die Veröffentlichung nur ein wenig Teil haben. Möglicherweise wird ja jemandes Interesse geweckt und sie oder er beginnt selbst mit solchen Skizzen.

    Nicht zuletzt sind die Skizzen auch Teil meiner Autodidaktik! :o)

    Weitere Fragen?

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