Sonntag, 15. Dezember 2024

AutoWrite 58 bis 60 - ganz im Blick nach Innen

AutoWrite 58 - ganz

Um das automatische Schreiben wieder zu üben, weiterzuüben und mit den Fragmenten nach der Rezeption zu arbeiten, verfasse ich derzeit AutoWrites. Die sind im Texteditor getippt, nicht korrigiert und möglichst nur durch die innere Schau bestimmt und nicht durch Nachdenken bedingt. Der niedergeschriebene Tagtraum. Was in mir aufsteigt und geschrieben werden will.

AutoWrite 59 - im Blick
Die weitere Arbeit damit wird sein, ausgewählte AutoWrites zu lesen und aufzunehmen und vielleicht musikalisch zu ergänzen.

AutoWrite 60 - nach Innen
Merkwürdig, wie viel leichter von einem Sturz sich berappelt werden kann und anderes diffus und orientlierungslos zurücklässt. Dann bleibt das Irren, um den Weg zu finden.

Donnerstag, 12. Dezember 2024

Plätzchen aus der Mitternachtsbäckerei

Plätzchensammlung
Plätzchensammlung

Nach Mitternacht zu backen ist erstaunlich entspannend. Wie schon in der vergangenen Woche, backte ich Plätzchen.
Deren Zutaten waren mal geschätzt, mal gewogen, mal gezählt

  • ca. 600g Mehl,
  • ca. 100g Weichweizengrieß,
  • ca. 250g Süßrahmbutter,
  • 5 Eier,
  • ca. 170g Vollrohrzucker,
  • 1 großer Löffel Honig,
  • eine Prise Salz,
  • eine gemörserte Gewürzmischung aus Muskat, Gewürznelken, Kardamon, Zimt, Piment und Tonkabohne,
  • ein Päckchen Backpulver,
  • zwei Päckchen Vanillezucker
  • und Raspeln der Schale einer sog. Biozitrone.

Geknetet wurde der Teig mit der Hand, der dann etwa eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen gelassen wurde. Anschließend ging es ans Ausrollen, Austechen, Backen und Probieren.

Mittwoch, 11. Dezember 2024

AutoWrite 55 bis 57 - Was Mond tut

AutoWrite 55 - Mondkuss
Drei kleine automatisch geschriebene Texte, die mir plötzlich endeten und so unfertig im Moment stehen blieben. Momente die aufgelöst werden wollen, als Aufgabe, um dann weiterzugehen, lebendig zu handeln, zu atmen, lachen und zu küssen.

Der ungegebene Kuss ist ein Thema, das 2010 in der musikalischen Improvisation bei der Aufnahme des Albums traurig nicht wahr in dem Stück In My Heart (I was so afraid) auftauchte.

and then you tried to kiss me
I pushed you aside
I was so afraid
I was so afraid

Was ein Kuss zu lösen vermag, las' ich eben in AutoWrite 46 - Überschwappend und freute mich über die Verbindung.

AutoWrite 56 - Rauhfaserhalt
Vom Tagtraum, Schmerztraum, Fiebertraum zu den Phasen des wachen Erlebens, in denen, barfuß geerdet und atmend, Ruhe gefunden wird.
AutoWrite 57 - atmend

Dienstag, 19. November 2024

Novembernotiz - And there beyond the sea

We've met before,
we'll meet again,
and there
beyond the sea
our kisses lips
will seal,
and open streams
of light, and soul
to pour into the
ocean.

(Notiz vom 19. November 2024, ald)

Donnerstag, 14. November 2024

Liedbegleitung - On Every Page (The Tallest Man on Earth)


Liedbegleitung

Das Lied On Every Page des Albums There's no Leaving Now von The Tallest Man on Earth begleitet mich seit 2012, als ich während der Theaterproduktion von An Inspector Calls (J.B. Priestley) am englischsprachigen Keller Theatre von einem Ensemblemitglied (Danke, Jenny!) im Rahmen eines Premierengeschenks darauf aufmerksam gemacht worden war.

Und seit dem übe ich den Gesang und die Begleitung auf der Gitarre und nahm das Stück in mein Repertoire für Open Stages auf, wobei ich sowohl Tonart, Spielweise der Begleitung, als auch die Melodieführung des Gesangs und den Gebrauch der Stimme variiere. Mal passt es so, mal so in den Raum, in dem ich spiele, zu dem Instrument in meinen Händen, meiner Stimmung.

Bei Aufnahmen zu Balthasars Lied aus Shakespeares Much Ado about Nothing - für das ich ein Instrumentalstück als Begleitung spiele, das ich vor Jahren komponierte und bei kleinen Auftritten für den Soundcheck verwende - nutzte ich das bereits aufgebaute fastmobile Tonstudio für eine Aufnahme des Lieds, das mich nun so lange begleitet.

Das Foto nahm ich am 30. Januar 2022 auf. Die Tonaufnahme entstand am 6. November 2024.


Donnerstag, 24. Oktober 2024

AutoWrite 54 - lauter

AutoWrite 54 - lauter

Das Wahrscheinliche tritt unerwartet ein, wenn ich nicht aufmerksam bin. Bin ich aufmerksam, tritt es erwartet ein. Ist ganz leicht, tut wohl. Unerwartet überraschend, erwartet mit Vorfreude.

Montag, 21. Oktober 2024

AutoWrite 53 - der Morgen

AutoWrite 52 - der Morgen

Zeit, automatisch zu schreiben und Skizzen zu sammeln. Herbstzeit ist Sammelzeit. Automatisch geschriebene Texte werden beim AutoWriteprojekt in einem Texteditor ohne Korrekturen verfasst. Eine Innenschau, die möglichst direkt aufgeschrieben wird und dann beim Lesen wirkt und vervollständigt wird. In der Vorstellung gibt es keine Schreibfehler mehr.

Sonntag, 20. Oktober 2024

Hey, Kannst Du mir'n Lied sing'? Ungefähr so...


Eine gesangmusikalische Improvisation auf die Bitte "Hey, kannst Du mir 'n Lied sing'?". Die Frage kam mir an dem Tag in den Sinn und dann folgte die Antwort in einem ersten musikalischen Fragment, das dann zu dieser Improvisation führte.

Weitergehen, weitersingen.
Weiter.

Aufgenommen am 14. Juni 2023 mit 'nem Smartphone. Seitdem ging ich weiter.

Samstag, 5. Oktober 2024

Oktoberblatt 1 - Laubharken

Skizze auf Kopierpapier
Laubharken vom 4. Oktober 2024 (ald)

Zwei Skizzen mit Kugelschreiber auf Kopierpapier, die am 4. Oktober 2024 entstanden sind. Das Datum vom 5. Oktober 2024 ist der Beginn des Abschnitts für Notizen und Skizzen zu diesem Tag.

Laubharken ist der seltsame Versuch, eine Ordnung zu schaffen, die im Wind der Jahreszeiten alsbald wieder zerfällt. Ein Spiel mit dem Wandel, an dem sich kurzzeitig erfreut wird, der Bewegungstanz mit dem Rechen erfrischend und die Ruhe genugtuend wirken. Dann weht der Wind und der Tanz kann von neuem beginnen.

Sonntag, 7. Juli 2024

Stand 305 - Fluss mit Flair 2024

305

Danke an alle Besucherinnen und Besucher (u.a. Annika, Arne und Friedolin, Bettina, Chris, Dagmar, Daniel, Insa, Linda mit Max, Linus und Tim, Liz, Lothar, Marion, Marty, Nicole, Rose, Simon, Stephi) für die Gespräche und Begegnungen! Danke an Barbara, Canan, Daniel mit Hund, Liz, Luna, Marina, Ulla für Eure Rückmeldungen, und Euch viel Freude an den Bildern! (Daniel mit Hund, die Kopien der beiden Zeichnungen werde ich Dir zum trafo bringen.) Danke an Fred und Artur für die Unterstützung bei Transport, Auf- und Abbau! Danke an Jenny von nebenan. Es war ein schöner Tag mit Euch!

Danke.

Samstag, 6. Juli 2024

Mut. - Fluss mit Flair 2024 in Gießen

 

Der diesjährige Fluss mit Flair steht unter dem Motto Mut und findet am 7. Juli 2024 von 11 Uhr bis 19 Uhr auf der Lonystraße und der Löberstraße in Gießen statt. 

Mut. Schwermut, Sanftmut, Armut, Hochmut, Unmut, Gutmütigkeit, der Mut zum forschenden Gestalten, der Mut zur Vergebung. Stimmungen, Verstimmungen, Stolpern, Scheitern, Weitergehen.

Ich werde ausgewählte Arbeiten aus meiner Biographiefragmentmanufaktur präsentieren, das sind Selbstportraits, automatisch geschriebene Textfragmente, Skizzen, Studien, Illustrationen. Ich danke für die vorbereitende Untersützung bei Transport und Aufbau!

Der Künstler testet immer. Jeder Blick ist ein prüfender, jedes Element wird in den Zusammenhang des Gesamtwerks und möglicher Präsentationsorte gestellt. Formale Studien werden gesammelt, für spätere Projekte wiederverwendet, Lösungen konkreter Probleme und künstlerischer Fragestellungen abstrahiert. Die künstlerische Arbeit ist immer diskursiv, wirkt im Alltag, erfordert Abstand, Perspektivwechsel, Diskussion. Sie ist Werkstattarbeit und damit, Heldengeschichten zum Trotz, Ensemblearbeit. Sie erfordert Routine, stetige Optimierung von Routinen, Werkzeugepflege, Werkzeugherstellung, auch Adaption neuer Werkzeuge und Arbeitsprozesse. Sie bedarf einer kritisch-rationalen Betrachtung der Verwendung ihrer Ergebnisse und Werke.

Die Stichpunktlebensgeschichte, diese seltsame Textform, wird zur Erzählung über den Lebensweg eines Menschen durch die Welt. Die Auswahl der Ereignisse, Begegnungen und Erfahrungen hängt vom Erzählkontext, den Zuhörern, oft von der Laune des Erzählers ab. Die Erzählung und was vermittelt von ihren Zuhörern weiter- und nacherzählt wird, ist dem tatsächlichen Leben selten angemessen. Hier wird übertrieben, dort ausgelassen. Einer verdreht, der andere biegt. Wie die Ereignisse und Handlungen aller Beteiligten tatsächlich zusammenwirkten, bleibt  unerzählt; aber dass diese verwobenen Zusammenhänge existieren, muss heilsam aufgezeigt werden. So brüllte Inspector Goole in J.B. Priestleys An Inspector Calls seine wachrüttelnde Stoprede: „We don‘t live alone. […] We are responsible for each other.“

Es rettet dich nur die Hand, die dich packt und aus der Grube zieht, nicht die, die winkt und sagt: Ich will dir alles Gute.

Wer sich, wie Münchhausen, am eigenen Zopfe selbst aus der Grube heben musste, wird sich hernach vor die Entscheidung stellen, anderen die Überwindung der Hürden zu erleichtern, die er selbst schon bezwingen konnte.

Das ist der unstetige Fortschritt des Menschen, dass das nächste Scheitern auf höherem Niveau gelingt.

„Your life is your life. Don‘t let it be clubbed into dank submission.“
(Charles Bukowski, The Laughing Heart)

Speedreading: Testing Elixir - Effective, and robust testing for Elixir, and its ecosystem (Andrea Leopardi, and Jeffrey Matthias, series editor: Bruce A. Tate, development editor: Jacquelyn Carter)

Testing Elixir Die späte Schnelleselektüre dauerte fünfundreißig Minuten und zwanzig Sekunden, und ich hatte sie zuvor auf fünfunddreißig Mi...