Donnerstag, 5. April 2012

Vektorkritzel: Can you please tell me what is going wrong with my life?






"Yeah."
Inkscape und Grafiktablett.

Vektorkritzel: Kunst oder nicht! Hauptsache eena kooft es.

"Kunst oder nich'. Hauptsache eena kooft es." (ald)
Also, kieken und koofen.

Kunst oder nicht.

Seit einer Weile wandert der Spruch "Ist das Kunst oder kann das weg?" durch die Komikerlandschaft und wird gerne als Kommentar gebraucht, z.B., wenn die Schimmelpilze die Herrschaft über den Abwasch der letzten Gemüsepfanne an sich gerissen haben.

Es schwingen zwei Dimensionen einer unbrauchbaren Sache mit: das Unverwertbare als Müll und das Unverwertbare als Kunst.

Tatsächlich sieht es anders aus: Müll wird weggeworfen, gelangt in den Müllhandel und wird wieder-, zumindestens weiterverwertet. Kunst bleibt. (Müll auch, aber das ist in diesem Text nicht der Punkt.)

Ist das Kunst? Und wenn nicht, wie kommt es weg?
Kunst bleibt.

Und man muss sich irgendwie damit arrangieren, dass sie bleibt. Z.B. kann man ein Picknick im Schatten der Plastiken im Park machen, oder man macht einen großen Bogen um Museen und Ausstellungen, weil sie gähnend langweilig sein können, oder trifft sich zur gemeinsamen Interpretation von Gedichten.

Manchmal stört Kunst gewaltig. Dann wirft man ihr Chaos vor und versucht sie zu bändigen, in dem man sie an einen sicheren Raum mit anderer Kunst stellt, wohl wissend, dass dort nur wenige hingelangen wollen.

Oft ist Kunst nur ein diffuses Etwas, ein Ding, das in der eigenen Vorstellung wabert wie ein großer Kleisterklumpen in der Schwerelosigkeit einer verrückten Landschaft. Man kann Namen damit verknüpfen und erinnert sich an Picasso, Rembrandt, Beethoven und andere Maler, die ihre Köpfe aus dem Kleisterklumpen stecken und sich leise beschweren, das noch irgendein Auftraggeber seine Rechnung nicht beglichen habe.

Man weiß, dass es Bilder, Skulpturen und derlei gibt, die von Experten als Kunst bezeichnet werden und wundert sich selbst, was so besonders daran sei. Wirft sich gelegentlich fehlende Ahnung vor oder betont, man könnte das besser. (Was gelegentlich sogar stimmt. Das hat nur mit der Sache nichts zu tun.)

Was ist Chaos? Was ist Kunst?
Was ist Ordnung? Wer fragt und wer antwortet?

Manch einer erinnert sich an Kunstunterricht oder Freizeitmalerei, Comicversuche und Bastelarbeiten. Kleine Geschenke, die man einander gemacht hat und die wertvoll bleiben unabhängig des Staubes, den sie sammeln.

Die Dinge, die geschaffen wurden, bewahrte man eine Weile auf und einige ausgewählte Stücke trägt man mit sich, legt sie an einen besonderen Platz in der Wohnung. Sie werden zu Dingen, die bleiben. Dinge, die man behält.

Sie sind Teil des eigenen Lebens und Schaffens. Es mag sein, dass andere kommen und sie weiterverwerten wollen, sei es, um sie dem Wiederwertungskreislauf zuzuführen oder um sie gegen Bezahlung in die eigene Wohnung zu stellen.

Es kann sogar sein, dass jemand die Dinge in ein Museum hängt. Und dann bezahlen Leute Eintritt, um das Ding im Museum zu sehen. Was ist dabei der Unterschied, wenn ein Bild im Museum hängt, oder ein Haufen Altpapier, der als "Installation alter Neuigkeiten" betitelt wird?

Es scheint gerade so, als ob der Umgang der Menschen bestimmend ist, ob die Dinge als Kunst oder Müll betrachtet werden.

Die Wahrheit und die Kunst.
Mal so tun, als ob.

Vielleicht ist dann zunächst nicht die Frage wichtig, ob das und was eigentlich überhaupt Kunst sei, sondern, was ich mit den Dingen anstelle:
  • Ansehen, weil es mir gefällt. 
  • Ein Foto von machen, um es zu versenden. 
  • Ein T-Shirt mit dem Motiv bedrucken. 
  • Mit Freunden um die Skulptur im Park zur Lieblingsmusik tanzen. 
  • Vor dem Bild im Museum stehen und singen.
  • Alte Briefe von lieben Menschen aufbewahren und heute nochmal lesen.
Oder den Abwasch machen und den Müll rausbringen.

# An dieser Stelle wollte ich den Text beenden. Mir fiel beim Korrekturlesen auf, dass ich bei allem Augenzwinkern noch mit Ernst hinzufügen möchte: Das Schaffen, Bewahren, Sammeln und Archivieren von Dingen ist eine wichtige Tätigkeit. Auch die Auswahl von all dem. Und wenn aus verschiedenen Gründen nicht viel bleiben sollte: "Ich halte in meinen Händen ein Kleinod, wie das letzte Sandkorn Fantasiens und erzähle daran Lebensgeschichte."

Dienstag, 27. März 2012

Kung Fu Spot

"Now... show us your Kung-Fu!" (ald)

Stereotypische Szene

Großer Blops 1: Hey, Du kleena Knirps. Wir ham' jehört Du kannst Kung-Fu.

Kleiner gelber Blops: Ja.

Großer Blops 2: Na, dann zeig mal!

Kleiner gelber Blops: Nö, ick will Euch nich' weh tun.

Großer Blops 3: Ach, willste nich'? Na, dann müss'n wa Dir zuerst weh tun, wa?

Kleiner gelber Blops: Och, nö. Jedes Mal derselbe Mist.

(Man weiß ja, wie's weitergeht.)

Mittwoch, 21. März 2012

croon papillon auf der Klangwolke

Merkwürdige Gitarrenimprovisationen auf der Klangwolke.

Das croon papillon-Projekt zu Komposition und Improvisation mit Gitarre und Gesang gibt es auf Soundcloud zu hören.

Alle croon papillon Links:

croon papillon by SoundCloud
croon papillon bei Jamendo (freier Album-Download)
croon papillon bei YouTube

Freitag, 9. März 2012

Vektorkritzel: Dance, Talking Blues, and Walking the Dog

"The music is dreadful."
"Let's dance anyway."

Kleine Kritzeleien mit Farbe und Text

Versuche mit Federartigem Strich, Perspektive und Text. Ein seltsames Tanzpaar, das trotz ungewohnter Musik miteinander einen Tanz genießt. Ein Geschichtenerzähler mit elektrischer Gitarre und zwei Gestalten auf Hunderunde.

Talking Blues:
"I will tell you the story of
how things came to pass."
croon papillon


Keine Spielereien.

Montag, 2. Januar 2012

AutoWrite 47 - 2012 Kiss with a Smile

AutoWrite 47 - 2012 Kiss with a Smile (ald)
Automatisches Schreiben führt also nicht nur
zu melancholischen kleinen Texten,
sondern auch zu netten Affirmationen.

Eine Message für's Jahr 2012. 

Tanzen zu Elektropop. Küssen mit 'nem Lächeln im Gesicht. Die Welt geht nicht unter, sondern die Sonne - und jeden Tag geht sie wieder auf, ohne dass man etwas dazu tun müsste. Bleibt also mehr Kraft und Zeit für andere Dinge, darunter sehr schöne.

Ich wünsche ein frohes, sinnliches, friedvolles und erfolgreiches Jahr 2012!

Dienstag, 20. Dezember 2011

Samstag, 17. Dezember 2011

Mittwoch, 23. November 2011

Kritzeleien und Notizen: Kein Künstler spricht...

 "Kein Künstler spricht..."
über Notizen zum Podcast.

Ein Versuch

Ich trage mich schon seit langem mit dem Gedanken, einen kleinen Podcast zu diesem Blog zu machen. Gesprochene Notizen über Kunst, Musik und Literatur und den Rest des Ganzen. Und viel Quatsch.

Bisher hatte mich daran gehindert, dass ich keine Erfahrung mit Podcasting hatte und dass mir das Einbinden eines Flash- oder Java-Script-Players zum Abspielen auf dem Blog eine Hürde bereitete. Dabei ist letzteres garnicht so schwer, trotzdem blockierte es mich.

Einblicke ins Podcasting konnte ich in einem Seminar an der Uni sammeln, in dem die Möglichkeiten der Präsentation wissenschaftlicher Arbeiten in diversen Podcast-Formaten ausprobiert wurden. Und zum Thema Flash-Player dachte ich mir am Wochenende: "Quatsch." Ein Link zur MP3 oder OGG Vorbis-Datei reicht erstmal, denn Browser verfügen über Plug-Ins zur Wiedergabe von Mediendateien und herunterladen kann man sich die Dateien auch, um sie dann in einem externen Media-Player abzuspielen.

Manchmal muss man die kleinen Steine, über die man stolpert, erst erkennen, um dann mit aufmerksamer Umsicht weiterzugehen.

Kein Künstler spricht...

Mit dem Podcasting-Format will ich zunächst experimentieren. Neben dem Entwurf und ersten Gehversuchen in einer etwa zwanzig Minuten langen Testaufnahme, steht schon der Titel des Podcasts. Zum Beispiel:

Kein Künstler spricht... über kreative Schaffensprozesse

oder

Kein Künstler spricht... mit sich selbst über das Problem, von Musen ungeküsst zu sein.

oder

oder

Neben den Notizen sind zwei kleine Kugelschreiberkritzeleien entstanden, die ich anschließen mit Aquarell coloriert habe.

Klecks.

Ein relativ unspektakulärer Kritzelklecks und eine blonde Frau in Jeans, die in meiner Vorstellung irgendwie so krakeelt wie Janis Joplin.

Shout out your Blues.

自治 (じち)jichi - just code - A complete AI coding agent in C, conforming to the C89 (ANSI C / C90) standard

Today marks the public release of jichi . A project that grew out of an experiment, and a few questions: Where is all this software people a...