Sonntag, 23. Oktober 2011

Von Travel-O-Fanten, künstlerischen Studien und Strandszenen

Sonne und Werkzeug. Notizbuch, Kugelschreiber, Etui,
Aquarellkasten, E-Gitarre und eine Wolldecke.

Weiterzeichnen

Anschließend an das Kunstwochenende fanden mehrere spontane Treffen zum gemeinsamen Zeichnen statt. Es wurde gekritzelt, gezeichnet, geknetet und ein kurzer Stop-Motion-Horrorfilm animiert, der sich zur Zeit in der Post-Production-Phase befindet und hoffentlich noch pünktlich zu Helloween zu sehen sein wird.
Ich selbst entdeckte die Farben neu und kramte meinen kleinen Aquarellkasten für unterwegs aus meinem Kunstkoffer hervor. Auf dem 12-Farben-Set steht "Van Gogh" drauf und solange ich mir beim Zeichnen kein Ohr abschneiden muss, um etwas aufs Papier zu bringen... (Ich weiß, ein Künstlerwitz mit elendigem Bart.) ..., bin ich mit der überschaubaren Farbpalette zufrieden. Immerhin passen Notizbuch und Farben bequem in die Jackentasche.

Kleine Kompositionsstudien vom 17.10.2011 (ald)
Kugelschreiber und Aquarell im kleinen roten Notizbuch.

Seminarnotizen

Meine kleinen Notizbücher sind ständige Begleiter. Wer die Vorzüge kleiner Notizbücher noch nicht kennt, kann sich in diesem Beitrag informieren. Nicht nur bei Spaziergängen, Café-Besuchen und in den Nächten zuhause, auch in Uni-Seminaren sammle ich Gedanken und Kritzeleien.

Gekritzelte Kompositionsstudien und Landschaft (ald)
Kugelschreiber und Aquarell.

Die kleinen Studien zu den fliegenden Objekten im Weltall hatte ich bereits erwähnt. Nachdem ich diese hier im Seminar angefertigt hatte, colorierte ich sie anschließend mit Aquarellfarben.
Von der Idee, Scans anzufertigen und die Coloration per Grafiktablett am Computer vorzunehmen, habe ich für's erste Abstand genommen, da mir dazu offensichtlich die Routine fehlt. Und ein brauchbares Grafiktablett...

Wenn ich es mir recht überlege, dann mag ich dieses vertraute Gefühl, Notizbuch und Aquarellkasten in der Innentasche meiner Lederjacke herumzutragen. Analog statt digital.
Wie fühlt sich ein Tablet-PC für die digitale Zeichnung an? Die Veröffentlichung im Netz einen Klick nach dem Fertigstellen der Arbeit oder gar in real-time während andere Nutzer im Netz die Entstehung der Arbeit beobachten?
Ich weiß es noch nicht. Bin aber gespannt ...

Gekritzelte Kompositionsstudien (ald)
Kugelschreiber und Aquarell. 

Diese kleinen Kompositionsstudien, die ich nun seit Jahren kritzele, verdichten sich immer mehr zu konzeptioneller Arbeit. Gedankliche Konstrukte zu Papier gebracht.
Spuren - von künstlerischen Gehversuchen.

Aufklärung.
"Sie hängt als Luftballon an einem Stein
und wird hin und wieder geworfen.
Doch trifft der Stein, nicht der Ballon." (ald)

Aufklärungsversuche

Die kleine Kritzelei kam mir in einem Seminar in den Sinn. Zuerst war da der Ballon, dann die Aufschrift, dann der Stein und wenige Momente später schrieb ich unbedacht den kleinen Text. Der Seminartitel lautet "Identität und Ideologie - Musik und die Dialektik der Aufklärung". Welche Interpretationen von Text und Zeichnung plausibel sein mögen, es ist eine Kritzelei und hat ihre Gültigkeit und Bedeutung von meiner Seite nur in diesem Kontext.

Figurenkritzeleien, Portrait, Akt und Strandszene vom 20.10.2011 (ald)
Kugelschreiber und Aquarell.

Bilderbuchillustrationen

Die Bilderbucharbeit lässt mich nicht los. Die Figuren rufen aus den Zeichnungen und wollen ihre Geschichten erzählen. Drachen und Ritter und schöne Frauen, wie diese Nackte am Strand. Daneben ein fast geordnetes Durcheinander, das ich mir gerne vergrößert aufhängen würde. Für eine Weile zur Betrachtung.

 Weiblicher Akt am Strand und Komposition ohne Titel (ald)

Das fiktive Portrait blieb solange noch ungegenständliche Kritzelei bis ich Mund und Unterkiefer erkannt und die Farben verwendete, um das Gesicht einzurahmen. Als, auf dieser kleinen Studie aufbauenden, Aufgabe gilt es nun, ein Portrait einer tatsächlichen Person in dieser Art anzufertigen.

Fiktives Portrait (ald)

Kleine gekritzelte Figuren waren auch Thema des Kunstworkshops. Das Auge sollte Kritzeleien überprüfen und entscheiden, was es braucht, um eine Figur zu erkennen. Es ist schon bemerkenswert, wie viel Ausdruck (Körperhaltung und Gestik) in solch Kritzelei interpretiert werden.
Manchmal fehlt nur etwas Farbe, ein Titel und schon lassen sich kleine Dialogszenen dazu erdichten.

Strandszene - Hund mit Pärchen (ald)
Wie das eben so ist. Passende Dialoge kann sich
jeder Hundebesitzer selbst denken.

Eine Phantasiereise auf Travel-O-Fanten

Aus der Kritzelei sollte eine Landschaft entstehen, weshalb ich das Querformat wählte. Ich wollte eine Landschaftszene erforschen und arbeitete sowohl in der Ferne als auch am Vordergrund bis ich kleine Figuren entdeckte und große merkwürdige Wesen, die wie riesige Elefanten wirkten. Ich erinnerte mich an die Olifanten (oliphaunts), die Samwise Gamgee in so großes Staunen versetzten und ihm sicherlich einen gehörigen Schrecken einjagten.
Die Elefantenwesen, denen ich begegnete, waren anderer Art. "Karawane der Travel-O-Fanten" hörte ich eine der kleinen Gestalten sagen und dann wusste ich womit ich es zu tun hatte.

Bilderbuchszene - Karawane der Travel-O-Fanten (ald)

Was sind Travel-O-Fanten?

"Sie wollen die Wüste der staubigen Ruinen Westlands durchqueren oder in den farbenfrohen Urwäldern der Sonnenschluchten auf die Suche nach den sagenumwobenen Steinen der Erleuchtung gehen? Sie sind abenteuerlich veranlagt und spüren tief in Ihrem Innern, dass sie in Ihrem Leben noch Großes sehen und bewegen werden? Dann buchen Sie eine unvergessliche Reise mit unseren luxuriösen Travel-O-Fanten!"
(Aus einer Reisebroschüre der Silberwind Reise-Agentur)

Travel-O-Fant (pl -en) 1.  Kybernetisch-Hybride Lebensform in Anlehnung an die Art der Elefanten. Die von der Designerin Claire Mux entworfenen T. sind als Reise- und Lasttiere gedacht und bieten durch ihren geräumigen Innenbereich, luxuriöse Einrichtung und hochwertige Technologie sowohl Reisekomfort als auch besondere Sicherheit auch in Gefahrenzonen. Mit einer Schulterhöhe von bis zu 17m zählen sie zur Transportklasse B und ihre Piloten benötigen die Lizenz B-TOF bzw. B-TOF-P für den Transport von mehr als 7 Personen. 2. Eingetragene Marke der Firma Wolpert&Glück.


Wenn Jobs und Uni-Seminare nicht anstünden, ich würde eine Reise mit der Karawane der Travel-O-Fanten antreten. Nun, wer selbst nicht reist, muss sich erzählen lassen. Vielleicht ist gerade jetzt die richtige Zeit dafür, die kleinen Figuren nach ihren Erlebnissen zu fragen. Wer weiß? Vielleicht berichtet mir der eine oder die andere von seltsamen Ereignissen, wunderbaren Begegnungen oder aufregenden Abenteuern?

Montag, 17. Oktober 2011

When will it all make sense? Ja, wann denn?


 Philosophische Fragmente.
Horkheimer/Adorno, Gervinks Schönberg-Biographie,
Bruce Lees 'Tao of Jeet Kune Do'
und mein kleines blaues Notizbuch.

Früchte der Erkenntnis

Neulich entdeckte ich einen kleinen Apfel in der linken Tasche meiner Lederjacke. Ich vergaß, dass ich ihn gesammelt hatte und wusste auch nicht mehr wo. Aber meine Hand fand ihn, so wie Bilbo Beutlin einen Ring in seiner Westentasche fand.
Ich trug ihn ein paar Tage mit mir herum, als möglichen Snack. Manchmal ist ein kleiner Apfel sehr erfrischend.

Dann, als einmal die Sonne durchs Fenster schien und ich in der Dialektik der Aufklärung las und nachdachte, setzte ich den kleinen Apfel auf das Buch. Es schien mir passend. Ein niedlicher Witz über gesammelte Früchte der Erkenntnis, die nicht gekostet werden.

Ich war auch am Zeichnen und kritzelte gegenständliche Figuren, die wie eiförmige Raumschiffe im Weltall hingen - unentschieden von welchem Stern oder Planeten sie sich angezogen fühlen sollten.
Mir gefiel der Raum, der sich beim Betrachten in mir auftat. Das ist überhaupt merkwürdig, nicht, was man beim Betrachten sieht, sondern was sich einem im Innern dabei auftut und was sich dort bewegt.

Also schwebte ich für eine kurze Zeit im Weltall. Und zeichnete dann weiter.

Irgendwo im Hyperraum.
Das innere Weltall

Im Innern ist die Welt begrenzt auf die eigenen Erfahrungen und unendlich in deren Nach- und Umerzählungen. Und dann gibt es noch den ganzen Quatsch, der aus Sinneseindrücken, die noch nicht mit Bedeutung versehen und kontextualisiert wurden, zusammengesetzt wird.
Eine Autobiographie erzähle ich mir selbst - im inneren Erleben und erinnern. Ein Weltall gefüllt mit kleinen Raumschiffen, die sich zu einem großen Gebäude zusammensetzen wollen. Scheinbar chaotisch und ohne Bauanleitung. Scheinbar.
Wenn sie das Gebäude vollendet haben, reisen sie zu einem weiten Stern. Und während sie sich formieren, sind sie schon auf dem Weg.

When will it all make sense? (ald - 05.09.2011)
Kugelschreiber auf Kopierpapier.

Freitag, 14. Oktober 2011

May I introduce myself...

Blank for quotes. (ald)
Handy-Foto bearbeitet mit GIMP.

Eine kleine Vorlage für ein Mini-Projekt zum Verhältnis von Text und Bild.
Mehr kommt...

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Bunte Notizbücher und Kritzeleien


 Bunte Notizbücher auf Wolldecke.

Herbstfarben

Mittlerweile wird das vierte bunte Notizbuch gefüllt. Zur Abwechslung ist nicht nur der Umschlag farbig, sondern auch die Kritzeleien darin. Das Papier eignet sich aufgrund seiner Textur gut für Zeichnungen und schnelle Coloration mit Aquarellfarben.
Die Zeichnungen fertigte ich mit aus meiner Handschrift entwickelten Kritzeltechnik an. Zu Kritzeltechnik, Skizzen und künstlerischen Studien leitete ich am vergangenen Wochenende einen kleinen privaten Kunstworkshop unter Musikstudenten. Thematisiert wurden u.a. kreative Schaffensprozesse, Kunstbegriffe und Vergleiche zwischen Musik und Kunst.

 Selbstzeichnung mit Kugelschreiber
und Aquarellfarben. (ald)

Die kleinen Zeichnungen sind als Notizbucheinträge an einem weiteren Zeichenabend entstanden. Vielleicht ergeben sich bald kleine spontane Musik-Kunst-Treffen bei denen Kompositions- und Improvisationsprozesse erkundet werden.
Dann kann auch mit blödem Gesicht und ulkigen Verrenkungen getanzt werden...

Selbstzeichnung mit blödem Gesicht.
Dance with a silly face! (ald)

Die kleine Figurenkritzelei mit Schmetterling dachte ich als Illustration für das croon papillon Projekt an.

Jeans, Hemd und Schmetterling.
Kugelschreiber und Aquarellfarben
im kleinen roten Notizbuch. (ald)

Montag, 1. August 2011

AutoWrite 41 - einen Sommer lang

Zeit, sich in die Wellen zu werfen.
AutoWrite 41 - Einen Sommer lang (ald - 01.08.2011)
(Klick zur Vergrößerung)

Dienstag, 19. Juli 2011

Kunst ist kein Fastfood - Hiroyuki Masuyama "1000 Blumen" in Gießen

Vom 17. Juli bis 18. September 2011 zeigt die Kunsthalle Gießen in der Ausstellung "1000 Blumen"  Arbeiten von Hiroyuki Masuyama.

Digitale Bilder analog präsentiert.
Mit Handy wiederum digital gewandelt, hochgeladen
und von ihrem Bildschirm analog gewandelt.
Hineingestolpert

Die Notausgangtür war leicht angelehnt. Ich betrat das Gebäude am Berliner Platz und passierte eine Tischgesellschaft, von denen manche mich anblickten, als sei ich ungebetener Gast. Aber ich war Besucher.
In der Kunsthalle stille Atmosphäre, Licht und eine große Kugel, die meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Sie ruhte dort auf einem weißen Podest. Eine offene Klappe, wie die Luke eines kleinen selbstgebauten Kugel-UFOs, lud mich ohne Worte auf eine Reise ein. Ich sah mich um und setzte mich dann, um mir die Schuhe auszuziehen.
Eine Reisebegleiterin in Schwarz war bei den Vorbereitungen behilflich und schloss die Luke hinter mir.

Mit Leinenhemd vor Hiroyuki Masuyamas Blumen - 17. Juli 2011

Raum und Zeit

Drinnen klingt die Welt anders. Das eigene Flüstern schallt lauter in der Weite des Weltraums. Sterne leuchten um mich herum, tanzen ruhig mit jedem Atemzug.

Draußen eine Blumenwiese, zehntausend Selbstportraits des Künstlers, ebensoviele Galaxien und die 27 Meter lange Dokumentation einer Weltreise. Das alles kann nicht so interessant sein wie die Erfahrung in der Weltraumkugel. Trotzdem verweilen die Besucher vor den leuchtenden Arbeiten, spazieren an den Arbeiten vorbei und verlängern die Wände mit jedem ihrer langsamen Schritte.

Ich liege im Dunkeln, greife mit den Händen nach den Sternen und lausche. Ungeduldige Stimmen in der Warteschlange zur Weltall-Meditation.

"Ist da noch jemand drin?"
"Ja."
"Wie lange dauert das noch."
"Bis der Besucher klopft."

Zur Rezeption der Arbeit "O" gehört es, sich nicht drängeln zu lassen. Es handelt sich um einen inszenierten Meditationsraum.  Es reicht nicht aus, ein schnelles Handy-Foto zu machen, um zu sagen "Ich war hier." Die sinnlich-ästhetische Erfahrung ist kein kurzes Rein und Raus.
Ich klopfe noch lange nicht. Aber viel zu früh.

"O" 
Altered States - Die Kugel im Zentrum erlaubt Einsicht und Aussicht.
Wer hineinsteigt, darf sich Zeit lassen. Kunst ist kein Fastfood.

Ästhetische Erfahrung

Die ästhetische Erfahrung, die Sie gerade machen, könnte ähnlich dieser sein: Sie sitzen auf ihrem Stuhl und starren auf den Bildschirm. Tragen dabei ihre Kleidung, vielleicht eine Tasse in der Hand, die Maus in der anderen. Surren des Lüfters, Zehen in den Flipflops kratzen an der Fußleiste, um das Jucken unter den Nägeln zu beenden. Der Kaffee ist lauwarm, zu kalt eigentlich, riecht aber noch nach 6,99 Euro und soll darum nicht weggeschüttet werden. Im Rücken ein Druck von Kandinsky, goldgerahmt. - Kandinsky, weil es drunter steht. Wie in unzähligen Arztpraxen, die als Ausstellungsräume dieser Kunstdrucke das bedrückende Warten, peinliches Schweigen und das flüchtende Blättern in belanglosen Zeitschriften als ästhetische Erfahrungen dazuschenken. - Auf dem Schreibtisch ein Kaffeeabdruck der Tasse. "O" ein dunkler Ring. Monochromatisches Symbol einer Unendlichkeit. Weggewischt mit Taschentuch oder Hemdärmel.

Wer ästhetische Erfahrungen machen will oder sich fragt, was das genau sei und wo man sie findet, weshalb sie nicht nur in den Kunstunterricht gehören, der kann mit der Wahrnehmung von Selbst und unmittelbarer Umgebung anfangen und ein paar Schritte weiter gehen. In die Kunsthalle Gießen.
Führungen können gebucht werden. Neugierige gehen selbst drauflos. Spontane wandeln die Wartezeit an der Bushaltestelle Berliner Platz in eine Abenteuertour.

Wer möchte darf eigene Fotos mit der Begegnung der Arbeiten einreichen und am Diskurs teilnehmen.
Der Eintritt ist kostenlos und der Besuch nicht umsonst.

Montag, 11. Juli 2011

8-Bit Sounds und "Digital Memories" von LukHash


Kürzlich bin ich auf Jamendo über das Album "Digital Memories" gestolpert. Tanzbare 8-Bit Mucke für den Gute-Laune-Schub in der Kaffeepause. Bürosesseltanz für alle!
Während man von den GameBoy-Musikern Pornophonique nach ihrem wunderbaren 8-Bit Lagerfeuer leider schon eine Weile nichts mehr gehört hat, gibt es von LukHash eine ganze Reihe 8-Bit inspirierter Alben.

8-Bit Forever

Seit einer Weile erfreuen sich sogenannte 8-Bit Remixes bekannter Titel einiger Beliebtheit. Die meisten von denen sind allerdings nicht mit originaler Soft- und Hardware komponiert, sondern entstanden aus MIDI-Dateien, die z.B. mit 8-Bit emulierenden VST-Instrumenten interpretiert wurden. Die meisten klingen genauso schrottig wie MIDI-Dateien einer Bach-Sonate über einen Soundblaster-Chip.

Andere Titel werden tatsächlich nachprogrammiert bzw. ge-tracked und die besonderen (eingeschränkten aber beliebten) Soundmöglichkeiten der SID-Chips genutzt. Manche Chipfans wollen den originalen Chip klingen hören, der die komponierte Musik in Echtzeit interpretiert. Für die ist die Software-Emulation eines SID-Chips ein Sakrileg wie die Saxophon-Synthese eines Keyboards für einen Jazz-Saxophonisten. Gelegenheitshörer mögen behaupten, es sei egal, wenn man nicht genau hin hört, die Melodie ist doch trotzdem schön...

Ein feines Beispiel für 8-Bit Sound und Musik ist der Titel Turrican von Chris Huelsbeck.



Wer sich für Tracking-Software auf modernen Computern interessiert, sollte sich Renoise ansehen und mit der kostenlosen Demo Musik komponieren. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Mittlerweile ist der Soundtrack von Computerspielen und die Geschichte der Computerspielmusik Forschungsgegenstand der Musikwissenschaft. Einen kurzen Einblick, wissenschaftliche Publikationen und Links kann man bei Karen Collins finden.

Freitag, 3. Juni 2011

Ein gekritzelter Akt

Ein gekritzelter Akt (ald)
Kugelschreiber im kleinen creme-weißen Notizbuch, 03.06.2011 

Dienstag, 31. Mai 2011

Blues or Rock - Choose Wisely


"Blues or Rock - Choose Wisely"
Kugelschreiber im kleinen orangenen Notizbuch, 31.05.2011 (ald)

Selbstzeichnungen zu Klischeevorstellungen über E-Gitarristen in der Rock- und Bluesmusik. So oder so - Klischees.
Das kleine orangene Notizbuch ist damit gefüllt. Die letzte Seite sieht so aus:




"Das war's mal wieder ... auf zu neuen Abenteuern!" 
Kugelschreiber im kleinen orangenen Notizbuch, 31.05.2011 (ald)

Das neue kleine Notizbuch ist creme-weiß und wartet auf Skizzen, Notizen und Erkenntnisse über Kunst, Sex und Musik und was darüber zu berichten ist.

Tut Euch was Gutes!

Sonntag, 22. Mai 2011

Selbstzeichnung mit E-Gitarre

Selbstzeichnung vom 14.05.2011
Kugelschreiber im kleinen orangenen Notizbuch
(Klick aufs Bild zur Vergrößerung)

Im Rahmen eines Projektseminars an der JLU Gießen zum Thema "Wege des Musiklernens", sammle und ordne ich zur Zeit autobiographische Fragmente, die zur Bildung des eigenen künstlerisch-musikalischen Selbstkonzeptes beigetragen haben und beitragen.

Wenn ich eine Zeichnung von mir betrachte, dann weiß ich: So, wie ich mich in dieser Zeichnung lese, so gut kann ich garnicht Gitarre spielen. Aber das macht nichts. Ich kann mich so zeichnen, als ob ich es könnte. Das ist wie ein Reisender, der wunderbar von Geschichten erzählt hat, die er so nie erlebte. Ich bin mit Karl May großgeworden und war auf der Lügenbaron Münchhausen-Grundschule - Irgendwas hat da auf mich abgefärbt.

Entscheidend ist dabei: Wer die Selbstinszenierung versteht und anwenden kann, fällt auf den Unsinn anderer Leute nicht so leicht hinein.

Wer mal wieder eine Künstlerbiographie (von Politikern will ich garnicht reden) liest und sich wegen der geistigen Reife, großartigen Frühwerke usw. ganz klein und unbedeutend fühlt, sollte sich einmal kritisch mit der Erzähl- und Darstellungsweise, mit der Inszenierung beschäftigen und anschließend die eigene Lebensgeschichte so erzählen, dass sie einem Leser ebenfalls ganz wunderbar vorkommen muss.

Danach werden Sie aus dem Schmunzeln beim Lesen von Selbstdarstellungen, Pressetexten von Künstlern u.a. nicht mehr herauskommen.

Speedreading: Testing Elixir - Effective, and robust testing for Elixir, and its ecosystem (Andrea Leopardi, and Jeffrey Matthias, series editor: Bruce A. Tate, development editor: Jacquelyn Carter)

Testing Elixir Die späte Schnelleselektüre dauerte fünfundreißig Minuten und zwanzig Sekunden, und ich hatte sie zuvor auf fünfunddreißig Mi...