Montag, 31. Mai 2010
talking to the fairies again
Kritzeltechnik
Kleinigkeiten mit Kugelschreiber auf Papier, die aus Kritzeleien entstehen. Am Anfang sind es geschwungene Kritzelbewegungen, dann entdeckt man Formen, Figuren und Bewegung, wie beim phantasievollen Wolkenschauen. Gefundene Figuren werden dann weiterentwickelt.
Dienstag, 4. Mai 2010
Moon is sad in the Dark

"Moon is sad in the Dark, so Sun warms her face." (ald)
Kugelschreiber auf A4 Papier - 04.05.2010
Kugelschreiber auf A4 Papier - 04.05.2010
Das archetypische Verhältnis von Sonne und Mond, das kodiert in fast (?) jeder Religion und Weltanschauung vorhanden ist. Hier in der verniedlichten Vorstellung, die Mond werde von dem Sonne gewärmt, weil sie so einsam ist.
Eine Variation des Textes lautet: "Moon is sad in the Dark, so Sun brightens (up) her face."
Wenn die Mond leuchtet, dann ist ihr im All der Sonne aufgegangen. Eine schöne Vorstellung irgendwie.
Sonntag, 4. April 2010
You know it.
Grad beim Stöbern in Skizzen und Zeichnungen gefunden. Die Comicstimme im Hinterzimmer des Bewusstseins.
Freitag, 26. Februar 2010
Der Flummi im Klavier - Gießen Improvisers Pool - Konzertbericht
Gießen Improvisers Pool (GIP): Alte Universitätsbibliothek Bismarckstr. 37 - 26.02.2010
Das Trio von rechts nach links: Peter Geisselbrecht (Flügel), Georg Wolf (Kontrabass) und Frank Rühl (E-Gitarre)Sie machen alles falsch, was Eltern und Musiklehrer bemängeln würden: der Pianist hämmert mit einem Klopömpel auf den Saiten des Flügels, der Bassist macht seinen Kontrabass quietschen und der Gitarrist hängt Krokodilklemmen an die Gitarrensaiten und spielt mit einer Murmel darauf herum. »Was bringt das denn?« Obertöne hervor.
Klangspielzeuge: Flummis, Pinsel, Klopömpel uvm.Flummis unterschiedlicher Materialien klingen verschieden ...
Auch auf der Gitarre. Ausprobieren!
Zwei Stuhlreihen für Gäste, davor drei Instrumente: ein Flügel, ein Kontrabass und eine E-Gitarre mit Verstärkercombo. Zwei Strahler beleuchten und markieren neben den Instrumenten den Bühnenbereich, in dem später die Musik gespielt wird. Draußen ist es dunkel, verregnet, eine gute Zeit, um sich zu setzen und Musik zu hören. Heiße Schokolade sollte angeboten werden. Es gibt Bier und Mineralwasser. Das Publikum setzt sich aus angegrauten Erwachsenen zusammen. Als eine Gruppe junger Erwachsener eintritt, wird eine dritte Stuhlreihe aufgestellt und gemeinsam wartet man auf improvisierte Musik. Kein Jazz, keine typische Bluesgitarrenimprovisation, sondern Neue Musik? Die ist garnicht so neu, wie sie immer heißt, aber in diesem Fall frisch improvisiert.
Der Gießen Improvisers Pool wird in diesem Jahr sein zwanzigjähriges Bestehen feiern und begann die diesjährige Konzertreihe mit drei Stücken.
Die erste etwa halbstündige Improvisation erfolgte nach herzlicher Begrüßung der zuhörenden Gäste durch Frank Rühl. Während der Pause konnten zu Gesprächen und Plauderei über improvisierte und Neue Musik Getränke eingenommen werden. Manch einer riskierte einen Blick in das Spielzeugarsenal der Musiker und wollte nur allzu gern selbst einmal einen Flummi ins Klavier werfen. Anschließend spielten die Musiker die zweite Improvisation gefolgt von einer kurzen Zugabe.
Nicht nur das Zuhören, sondern auch das Zusehen macht Spaß und weckt die Lust, sich an eigenen Improvisationen zu versuchen. Man darf das. Spielen und ernsthaft spielen.
Schade nur, dass niemand wagte, aufzustehen und sich die improvisierenden Musiker von verschiedenen Seiten anzuschauen, ihnen auf die Finger zu blicken, oder durch eigene Bewegung im Raum unterschiedliche Hörperspektiven einzunehmen.
Es ist die angelernte ehrfurchtsame Lähmung: auf dem Stuhl sitzen und Gehorsam leisten, wenn man eigentlich singen, tanzen oder den Raum verlassen wollte!
Wer von der Hörerfahrung improvisierter Musik inspiriert werden möchte, hat dieses Jahr noch Gelegenheit bei weiteren Konzerten zu lauschen und darf sich nach Aussage des GIP auf einige Überraschungen freuen.
Ich kann es uneingeschränkt empfehlen. Es gibt viel zu hören.
Wie hieß der Spruch »Die Götter klappern mit dem Geschirr ...« ?
-ald
Mittwoch, 10. Februar 2010
Freak Kitchen - Land of the Freaks - Konzertkritik
Gießen, Hessenhalle 4, 06.02.2010Wer unter Metal noch Krach oder punkigen Dilettantismus versteht, wird spätestens durch Instrumentalvirtuosen wie Mattias »IA« Eklundh (E-Gitarre, Gesang), Björn Fryklund (Drums) und Christer Örtefors (E-Bass, Gesang) eines besseren belehrt.
Das einzige Deutschlandkonzert ihrer Land of the Freaks Tour spielten die drei schwedischen Musiker der Ausnahmeformation Freak Kitchen in Gießen. Warum denn Gießen? Das Gourmetschmankerl zeitgenössischer Rockavantgarde wurde von der Kulturinitiative Gießen e.V. präsentiert, die schon im Vorjahr zu einem Workshop mit dem didaktisch versierten Gitarristen Eklundh eingeladen hatten und sich anlässlich der aktuellen Tour erfolgreich dafür einsetzten, dem hiesigen Publikum einen Einblick in die schwedische Küche zu gewähren.
Während sich die Gäste bei gekühlten Getränken vor der Bühne sammelten, mal laut, mal leise oder durch Fanshirts zur Band bekannten und sich auf das Programm freuten, schallten Rockstücke der Gegenwart aus der PA-Anlage, bis der Abend schließlich eröffnet wurde.
Als Vorspeise wurde die Marburger Band Complex7 gereicht, die wie heutzutage gewohnt schubladenfremden Metal auf hohem Niveau mit Headbangingimpuls und sozialkritischen Texten spielte.
Wie ebensolche Gitarristen leider eine Seltenheit.
Nach einer kurzen Umbauphase wurde Freak Kitchen unter Beifall angekündigt und die drei Musiker betraten die Bühne. Auffallend der nicht nur publikums-, sondern menschennahe Kontakt: Eine freundliche Ansprache des Gitarristen und Sängers, ein paar Späße des behelmten Bassisten, der Schlagzeuger dezent im Hintergrund. Menschen, die Musik machen. Freakige Vikingermusik, wie sie selbst immer wieder betonen.
Gespielt wurde ein Set mit Titeln sowohl des aktuellen Albums Land of the Freaks als auch bewährte und beliebte Stücke, die die Fans mitsangen, während Gitarristen die Spieltechnik bestaunten und das Equipment des Virtuosen aus der Nähe begutachteten. Seine Apple Horn Signature-Gitarren der Marke Caparison am Röhrenverstärker von Laney. Puristisch ohne Effekte, obgleich manch ein Zuhörer kaum glauben mag, wie man eine schlichte elektrisch verstärkte Gitarre zum Klingen, Heulen und Kreischen bringt. Dazu gibt Mattias Eklundh aufklärende Freak Guitar-Seminare und beschreibt seine Spieltechnik auf seiner Website.
Die Musik von Freak Kitchen mit Einflüssen u.a. aus Metal, Jazz, indischer Musik und Elektronik ist nicht hämmernd laut, sondern dynamisch und die Musiker bewegen sich mit dem Publikum angenehm zwanglos und unverstellt.
Mitklatschen für Fortgeschrittene gab es bei einer experimentellen Einlage handgemachter »Elektrobeatmusik« für Schlagzeug und Kelstone, einer Art Kreuzung aus Chapman Stick und lap steel guitar.
Viele Stücke der Meisterköche sind durch krumme Taktarten und ungewöhnliche Wechsel gekennzeichnet, die für Anhänger von Ozzy Osbourne, Lordi und anderen rockenden Schlagertruppen nur schwer mitzuklatschen sind. Und so wurde ein kurzweiliger Workshop zur musikalischen Weiterbildung des Publikums durchgeführt, nach dem das Eis selbst für den letzten Klatschmuffel gebrochen war.
Mitklatschen für Fortgeschrittene:Christer und Mattias am Kelstone mit Dunlop WahWah-Pedal
bei experimenteller Musik und musikalischer Elementarlehre
Dass selbst herausragende Musiker sich verspielen können, ist bekannt und wird unter Beifall verziehen, weiß man doch das Handgemachte zu schätzen. So geschehen, wenn Mattias sich nach dem Mitklatschen für Fortgeschrittene im darauffolgenden Stück verzählt und seine Kollegen bittet, neu zu beginnen.
Nach dem Ende der Setlist verlangte das Publikum Zugaben. Die folgten prompt mit dem Kommentar, die Band sei doch nicht extra aus Schweden angereist, um ein einziges Deutschlandkonzert ohne Zugaben zu spielen.
Gut war es. Und in Gießen.
Die nächste Möglichkeit, Mattias Eklundh in Deutschland zu begegnen und an einem Workshop seiner Freak Guitar Clinic teilzunehmen, ist die diesjährige Frankfurter Musikmesse. Es lohnt sich.
-ald
Montag, 25. Januar 2010
Sonntag, 17. Januar 2010
Freak Kitchen am 06.02.2010 in Gießen
Die Band Freak Kitchen des freundlich-schrägen Gitarrenvirtuosen Mathias "IA" Eklundh mit Björn Fryklund an den Drums und Christer Örtefors am Bass spielt ihr einziges Deutschlandkonzert am 6. Februar in der Hessenhalle Gießen. Organisiert wird das Ganze in Zusammenarbeit mit der Kulturinitiative Gießen (KiG) e.V. Ticketinfos findet man auf der KiG-Website.
Als Appetizer hier ein aktuelles Video von Freak Kitchen: OK.
Freak Kitchen: Teargas Jazz
Als Appetizer hier ein aktuelles Video von Freak Kitchen: OK.
Freak Kitchen: Teargas Jazz
Mittwoch, 7. Oktober 2009
Freitag, 11. September 2009
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Mittwoch, 9. September 2009
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